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So schön war unser Sommer

Offenbach So schön war unser Sommer

Sonntag beginnt meteorologisch der Herbst. Wir nehmen Abschied vom Sommer, einem der wärmsten überhaupt.

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In Deutschland herrschte wochenlang schönstes Urlaubswetter.

Quelle: Lutz Roeßler

Offenbach. Wenn dieser Sommer eines lehrt, dann das: Man soll die Hoffnung nie aufgeben. Nach einem trüben, kalten und nassen Frühling herrschte in Deutschland wochenlang schönstes Urlaubswetter. Aber neben Bilderbuchtagen gab es auch katastrophale Regenfluten, drei heftige Hitzewellen und schwere Unwetter. Vor allem aber haben die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach gestern bei der Präsentation ihrer vorläufigen Bilanz große regionale Unterschiede festgestellt.

Schleswig-Holstein war dabei mit durchschnittlich 16,9 Grad das kühlste Bundesland. Fehmarn gehörte aber wieder mal zu den sonnigsten Gegenden der gesamten Republik. Insgesamt kam das Land zwischen den Meeren auf 738 Sonnenstunden, und es fielen 180 Liter Niederschlag pro Quadratmeter.

In Schleswig sei es mit durchschnittlich 16,7 Grad in diesem Sommer bundesweit am kühlsten gewesen, teilte das Hamburger Institut für Wetter- und Klimakommunikation gestern mit. Dahinter folgten Hamburg, Bremen und Rostock. Die höchsten Durchschnittswerte konnte Frankfurt am Main mit 20,1 Grad vor Konstanz, Magdeburg und Potsdam vorweisen.

Viel Sonne an der Küste

In Hamburg war es in diesem Sommer mit 17,8 Grad wärmer als in Schleswig-Holstein, aber die Sonne schien nur 719 Stunden lang. Mecklenburg-Vorpommern gewann mit 782 Stunden die Krone als sonnenreichstes Bundesland. Den meisten Sonnenschein gab es dabei an der Küste um Rügen mit bis zu 875 Stunden.

Bundesweit fiel in diesem Sommer mit 118 Litern pro Quadratmeter in Sachsen-Anhalt am wenigsten Niederschlag. Dafür kam das Wasser woanders her: Von Anfang bis Mitte Juni kämpften viele Orte an der Elbe und ihren Nebenflüssen gegen extremes Hochwasser. Enorme Regenmassen hatten im Süden und Osten die Flüsse überlaufen lassen und ganze Landstriche wochenlang geflutet.

Dennoch geht dieser Sommer unterm Strich als besonders trocken in die Statistik ein. Laut den Experten vom Wetterdienst fielen von Juni bis August bundesweit im Schnitt 190 Liter Regen pro Quadratmeter. Das entspreche 79 Prozent des Monatssolls. So trocken sei es zuletzt 2003 gewesen.

Drei Hitzewellen Mitte Juni, Ende Juli und Anfang August trieben die Temperaturen örtlich bis nahe 40 Grad. Die Durchschnittstemperatur lag 1,5 Grad über dem langjährigen Mittel. Es gab viele Tropennächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad sank. Heftige Gewitter beendeten die Hitzetage. Dabei gingen örtlich riesige Hagelkörner nieder, zerschlugen Fensterscheiben, verbeulten Autos und zerstörten die Ernte. Allein in Baden-Württemberg gehen die Schäden in die Milliarden.

710 Stunden Sonnenschein zählten die Meteorologen im bundesweiten Durchschnitt, 18 Prozent mehr als sonst. Am wenigsten Sonne bekam Nordrhein-Westfalen mit 636 Stunden ab.

Bundesweite Rekorde wurden zwar nicht gebrochen, aber der Sommer 2013 war laut DWD einer der zehn wärmsten seit Beginn der Messungen 1881. Die Temperaturspanne war beträchtlich: Der heißeste Tag war der 27. Juli in Rheinfelden am Hochrhein mit 38,6 Grad im Schatten, Anfang Juni gab es im Erzgebirge Bodenfrost.

Muss man sich Sorgen machen angesichts solcher Extreme? Das Hamburger Institut für Wetter- und Klimakommunikation hat sich zumindest mal die Rekordwerte in jeweils einem Monatsdrittel von 60 Stationen des Deutschen Wetterdienstes zwischen 1980 und 2012 angesehen und festgestellt: Die Zahl der Kälterekorde hat abgenommen, aber die der jährlichen Dekadenrekorde ist von 27 im Zeitraum 1980 bis 1996 auf 54 im Zeitraum 1997 bis 2012 gestiegen.

„Eine Verdoppelung der Hitzerekorde ist ein deutlicher Hinweis, dass sich die Temperaturen in den letzten 15 Jahren auf einem ungewöhnlich hohen Niveau befinden“, sagte Institutsleiter Frank Böttcher. Bei einem stabilen Klima müsste die Zahl der Rekordwerte an einer Station sowohl bei den Kälterekorden als auch bei den Wärmerekorden stetig abnehmen.

Zum Ausklang des Sommers versprechen die Wetterexperten noch einmal schöne, sonnige Tage mit Temperaturen zwischen 20 und 27 Grad. Pünktlich zum Beginn des meteorologischen Herbstes am Sonntag sollen Tiefausläufer von Westen Regen und vielleicht einzelne Gewitter bringen. Dann wird es nur noch 16 bis 22 Grad warm.

Und was ist mit dem Altweibersommer? Diesen wunderbaren Tagen im September? Zumindest im Süden stünden die Chancen schon in der nächsten Woche gut, so das Institut für Wetter- und Klimakommunikation.

Der Norden bleibe „im Grenzbereich zu wechselhafter Witterung“. Dennoch habe die Vergangenheit gezeigt, dass Anfang September noch bis zu 30 Grad möglich sind. Wie gesagt: Man soll die Hoffnung nicht aufgeben.

Erfrischende Ostsee, warmes Mittelmeer
Der meteorologische Sommer umfasst die vollen Monate Juni, Juli und August. Kalendarisch endet der Sommer erst am 22. September, also am Tag der Bundestagswahl.

19 bis 21 Grad hat das Wasser in Nord- und Ostsee derzeit. Auch in weiten Teilen Schwedens und Finnlands gebe es noch diese Wassertemperaturen, so der Deutsche Wetterdienst.

Wer es wärmer mag, muss Richtung Süden ans Mittelmeer reisen. Die Iberische Halbinsel wartet in diesen Tagen mit angenehmen 24 bis 26 Grad im Wasser auf.

LN

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