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TV-Talkerin Ina Müller feiert 10-jähriges Jubiläum

Rust/Hamburg TV-Talkerin Ina Müller feiert 10-jähriges Jubiläum

Ina Müller holt sich Gäste in die Kneipe - und macht damit Quote im Fernsehen. Mit „Inas Nacht“ geht sie ins zehnte Jahr, es kommt die 100. Folge. Doch manche Gästen haben Angst, sagt die Moderatorin.

Rust/Hamburg. Die TV-Moderatorin und Sängerin Ina Müller (50) startet in ein Jubiläum: Mit ihrer Fernsehsendung „Inas Nacht“ geht sie ins zehnte Jahr, demnächst produziert sie die 100. Folge. Die Talkshow aus einer Hamburger Kneipe läuft seit 2007 im NDR Fernsehen, seit 2009 auch im Ersten.

Die neue Staffel wird bald gedreht. Zuvor holt sich Müller einen Preis ab: Als „Medienfrau des Jahres“ erhält sie einen Radio Regenbogen Award. Sie nimmt die undotierte Auszeichnung des privaten Radiosenders am Freitag (22. April) bei der Preisverleihung im Europa-Park in Rust bei Freiburg entgegen. Im Interview der Deutschen Presse-Agentur spricht Müller über Gäste auf dem Tresen, Bier, schummriges Licht und Schäfer Heinrich.

Frage: Sie erhalten einen Radio Regenbogen Award als „Medienfrau des Jahres“. Was bedeuten Ihnen Auszeichnungen?

Frage: Für meine Sendung kamen alle wichtigen Preise relativ geballt. Das waren so viele und so tolle Auszeichnungen. Ich war wie im Rausch, fast preissüchtig. Dann der kalte Entzug. Deshalb freue ich mich wirklich sehr, dass es endlich mal wieder einen Award gibt. Ich habe ihn schon gegoogelt. Er ist formschön und modern - oh Gott, ich bin wieder voll drauf.

Frage: „Inas Nacht“ geht ins zehnte Jahr, Sie hatten in „Ihrer Kneipe“ schon viele Gäste. Gehen Ihnen diese nicht langsam aus?

Antwort: Wir zeichnen demnächst unsere 100. Sendung auf. Ich hatte also schon 200 Gäste in den letzten Jahren bei mir auf'm Tresen. Das ist ganz schön viel. Es gibt aber immer noch viele tolle Gäste. Und ich verspreche, dass ich Schluss mache, sobald Schäfer Heinrich von „Bauer sucht Frau“ zu mir in die Bank rutscht.

Frage: Zuschauer loben, dass es Ihnen gelingt, den Gästen Neues zu entlocken. Was ist das Erfolgsrezept?

Antwort: Ich glaube, es hilft, wenn man sich nicht nur auf die Gäste vorbereitet, sondern sich auch dafür interessiert, was sie zu erzählen haben - und das in Kombination mit Bier und schummerigem Licht. Und wenn mich dann mal etwas nicht interessiert, dann falle ich dem Gast ins Wort und frage solange weiter, bis etwas kommt, was mich wieder interessiert, und vielleicht noch nicht jeder wusste.

Frage: Stichwort Alkohol: Andere Sendungen geraten in die Kritik, wenn vor der Kamera Alkohol getrunken oder geraucht wird. Bei Ihnen gehört das dazu. Keine Angst vor dem Jugendschutz?

Antwort: Wenn ich sehe, was sich Jugendliche schon am Nachmittag im Fernsehen oder generell im Internet angucken können, da wäre es ja fast albern, sich über meine Sendung zu beschweren. Außerdem sitzen wir in einer echten Kneipe. Für wie bescheuert muss man sein Publikum halten, wenn man da jetzt Wassergläser auf den Tresen stellt.

Frage: Könnten Sie sich vorstellen, eine klassische Talkshow zu moderieren, so wie in der ARD Sandra Maischberger und Anne Will?

Antwort: Nein, natürlich nicht. Und ich bin mir sicher: ARD-Programmdirektor Volker Herres kann sich das noch viel weniger vorstellen.

Frage: Sie interviewen Ihre Gäste, werden als Künstlerin aber auch häufig selbst interviewt. Könnten Sie sich vorstellen, als Gast in „Inas Nacht“ zu sein oder wäre Ihnen dieses Parkett zu glatt?

Antwort: Meine Gäste erzählen mir häufig nach der Sendung, dass sie so Angst hatten vor mir. Da bin ich dann immer ganz geschockt. Ich verstehe überhaupt nicht, wie man vor mir oder vor der Sendung Angst haben kann. Locker machen und hoch die Tassen - es gibt ja fast kein leichteres Format im Fernsehen. Man muss ja nicht einmal Quizfragen beantworten, oder halbnackt mit einem Profi Salsa tanzen.

Frage: Sie würden also kommen in die Sendung?

Antwort: Ich hätte mich gern mal als Gast in meiner Sendung. Ich würde mir endlich mal Fragen stellen, die ich noch nicht kenne und natürlich am Schluss ein Duett mit mir singen.

ZUR PERSON: Ina Müller (50) stammt aus Köhlen bei Cuxhaven. Ihre Karriere startete die norddeutsche Bauerntochter 1994 mit dem Kabarett-Duo Queen Bee. Als Sängerin steht sie seit Jahren auf der Bühne - und huldigt der plattdeutschen Sprache. Seit 2007 moderiert sie aus einer Hamburger Hafenkneipe die NDR-Fernsehsendung „Inas Nacht“, die seit 2009 auch im Ersten läuft. Zudem präsentierte sie zuletzt für den NDR die TV-Doku „Ich mach dir den Hof“. Nächstes Jahr geht Müller als Sängerin mit ihrem neuen Album auf Deutschlandtour.

dpa

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