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Weggefährten und Ehefrau distanzieren sich von Weinstein

Vorwurf sexuelle Belästigung Weggefährten und Ehefrau distanzieren sich von Weinstein

Es wird immer einsamer um einen der mächtigsten Produzenten Hollywoods. Angesichts der Vorwürfe wegen sexueller Belästigung distanzieren sich mehr und mehr namhafte Kollegen von Harvey Weinstein.

Meryl Streep reagierte mit Entsetzen auf die „beschämenden Nachrichten“.

Quelle: Jens Kalaene

Los Angeles. Immer mehr Hollywood-Größen distanzieren sich angesichts der Sex-Vorwürfe von Filmmogul Harvey Weinstein. „Es gibt keine Entschuldigung für sexuelle Übergriffe oder sexuelle Belästigung - egal wer du bist und egal in welchem Beruf“, schrieb Schauspieler Leonardo DiCaprio am Dienstag (Ortszeit) auf Facebook.

Inmitten der Vorwürfe trennte sich auch Ehefrau Georgina Chapman (41) von dem 65-jährigen Weinstein, wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichteten. Sie leide mit allen Frauen, die „nach diesen unverzeihlichen Aktionen“ unermesslichen Schmerz erlitten hätten, zitierte unter anderem das Magazin „People“ aus einer Erklärung Chapmans.

„Ich applaudiere der Stärke und Courage der Frauen, die nach vorne getreten sind und sich Gehör verschafft haben“, schrieb Leonardo DiCaprio (42), der unter anderem beim Film „Gangs of New York“ mit Weinstein zusammenarbeitete.

Zahlreiche weitere prominente Weggefährten warfen dem Produzenten am Dienstag (Ortszeit) unter anderem sexuelle Belästigung vor. Weinstein habe sie als 22-Jährige angefasst und massieren wollen, sagte Schauspielerin Gwyneth Paltrow der „New York Times“. Sie habe sich aber geweigert. Auch ihre Kollegin Angelina Jolie berichtete der Zeitung von einer „schlechten Erfahrung“ mit Weinstein in ihrer Jugend. „Als Ergebnis habe ich mich entschieden, nie wieder mit ihm zu arbeiten, und andere vor ihm zu warnen. Dieses Verhalten gegenüber Frauen ist in jeder Branche und in jedem Land inakzeptabel.“ 

„Hangover“-Star Heather Graham erzählte der „Variety“ von unangenehmen Avancen Weinsteins. In den frühen Nullerjahren habe er ihr zunächst gesagt, dass er sie in einem Film unterbringen wolle. Später habe er dann von einer Vereinbarung mit seiner Frau erzählt, dass er mit jedem schlafen könne, wenn er aus der Stadt sei. „Er hat es zwar nicht explizit gesagt, dass ich mit ihm schlafen muss um in einen seiner Filme zu kommen. Aber der Subtext war da.“ Später habe sie ein Treffen mit Weinstein in einem Hotelzimmer abgesagt. 

Zuvor waren bereits Weggefährten wie Meryl Streep, George Clooney, Lena Dunham, Judi Dench, Kate Winslet, Mark Ruffalo und Christian Slater auf Distanz zu Weinstein gegangen, ebenso die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton, die von Weinstein in früheren Wahlkämpfen unterstützt wurde. 

Sängerin und Schauspielerin Lindsay Lohan („Ein Zwilling kommt selten allein“) nahm Weinstein hingegen in Schutz. „Harvey Weinstein tut mir gerade sehr leid. Ich glaube, was gerade passiert, ist nicht richtig“, sagte die 31-Jährige in einem Video, das sie am Dienstagabend (Ortszeit) Instagram postete. „Er hat mir niemals geschadet oder sich irgendwie falsch gegenüber mir verhalten, wir haben einige Filme zusammen gemacht“, sagte Lohan in einem zweiten Clip. 

Außerdem forderte der frühere Teenie-Star die Noch-Ehefrau des Produzenten, Georgina Chapman (41), auf, Weinstein zur Seite zu stehen. „Georgina sollte Stellung beziehen und für ihren Ehemann da sein“. Später löschte Lohan die beiden Videos wieder. Die britischen Boulevard-Blätter „Daily Mail“ und „Mirror“ hatten die Clips jedoch gespeichert und veröffentlichten sie auf ihren Websites. 

Nach Berichten der „New York Times“ soll der einflussreiche Produzent jahrzehntelang junge Talente und Mitarbeiterinnen sexuell belästigt und mit Abfindungen zum Schweigen gebracht haben. Weinstein hatte daraufhin erklärt, eine Auszeit nehmen zu wollen. Am Sonntag erhielt er von seinem Filmstudio The Weinstein Company (TWC), das er zusammen mit seinem Bruder Bob gegründet hat, die Entlassung.

Der ältere Weinstein-Bruder Harvey hatte mit seinem Bruder Bob 1979 das Studio Miramax gegründet. 1993 veräußerten sie das Unternehmen an Walt Disney Co., führten es aber aktiv weiter. Im Jahr 2005 gründeten die beiden eine neue Firma, The Weinstein Company (TWC). An dieser hielten sie zuletzt einen Anteil von 42 Prozent.

dpa

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