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Der 6-Punkte-Plan der VZBV für günstiges Wohnen

Immobilien Der 6-Punkte-Plan der VZBV für günstiges Wohnen

Wohnen wird immer teurer – der Verbraucherzentrale Bundesverband hat aus diesem Grund einen 6-Punkte-Plan erstellt, um günstiges und faires Wohnen voranzutreiben.

Quelle: @ alexraths - depositphotos.com

Jeder Mensch braucht ein zu Hause. Das Problem: besonders in den Großstädten und Ballungsräumen wird das Wohnen immer teurer. Egal ob Kaufen oder Mieten, für viele Menschen wird Wohnen immer teurer, nicht selten zu teuer. Und das betrifft, Singles, Paare, Familien und ältere Menschen gleichermaßen. Aus diesem Grund hat der VZBV (Verbraucherzentrale Bundesverband) einen 6-Punkte-Plan erstellt und stellt hohe Anforderungen an die neue Regierung.

Punkt 1 - Mietpreisbremse reformieren

Die Mietpreisbremse wurde eingeführt, um den Mietanstieg zu dämpfen. Der VZBV fordert eine Reformierung, in den Augen der Experten funktioniere die Bremse in der aktuellen Fassung nicht. Des Weiteren wäre es wichtig, dass die neue Mietpreisbremse auch für Neubauten gelte. Denn besonders in diesem Bereich haben viele Menschen Probleme, sich Wohnungen leisten zu können.

Punkt 2 - Modernisierungsumlage anpassen

Wurde ein Haus modernisiert, mussten Mieter die Kosten durch die Modernisierungsumlage nicht selten mittragen. Mieten wurden erhöht, für viele Menschen kaum bezahlbar. Bisher waren Umlagen bzw. Modernisierungszuschläge bis zu 11% möglich. Der 6-Punkte-Plan sieht vor, diese auf maximal 6% zu verringern. So sollen Mieter entlastet werden, wohnen soll günstiger und wieder bezahlbar werden, auch in neueren und modernisierten Wohnungen.

Punkt 3 - Bestellerprinzip bei Maklerprovision einführen

Wer eine Wohnung anmietet oder eine Immobilie kauft, muss nicht selten eine Maklercourtage bezahlen. Bisher ist die Höhe einer solchen Courtage nicht einheitlich geregelt und festgesetzt. Viele Makler verlangen sehr hohe Summen. Ebenfalls nicht eindeutig geregelt ist, wie viel der Käufer und wie viel der Verkäufer tragen muss. Einheitliche Regelungen und Maximalgrenzen sollen für eine Übersichtlichkeit und für eine Entlastung von Mietern und Käufern sorgen.

Punkt 4 - Grunderwerbssteuer für Sanierungen reduzieren

Die Immobilienpreise sind teils stark angestiegen, ebenso die Nebenkosten. Wer ein Haus kaufen möchte, muss des Weiteren die Grunderwerbssteuer zahlen. Nicht selten können nur ältere Häuser erworben werden. Um diese sanieren zu können, fehlt oft das nötige Kapital. Deshalb verlangt der VZBV, die Grunderwerbssteuer zu minimieren, um dadurch mehr Kapital für nötige Sanierungen zu schaffen.

Punkt 5 - Energetische Gebäudesanierung steuerlich fördern

Energetische Gebäudesanierungen bringen nicht nur eine Kosteneinsparung für den Eigentümer mit sich, sondern auch viele Vorteile rund um die Energiewende. Doch längst nicht jeder Hauseigentümer kann sich das leisten. Förderprogramme über 10 Jahre als Steuerbonus sollen hier unter die Arme greifen und die Sanierungen möglich machen. Das jährliche Volumen soll sich auf mindestens 1,5 Milliarden Euro belaufen.

Punkt 6 - Sozialen Wohnungsbau langfristig fördern

Wer Häuser baut oder kauft, um sie zu vermieten, will möglichst viel Gewinn erzielen. Wer kann, kauft und baut hochwertige Immobilien. Für den VZBV ist wichtig, auch den sozialen Wohnungsbau weiter zu fördern, um allen Gesellschaftsschichten gerecht zu werden.

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