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Wirtschaft im Norden 12,5 Millionen Menschen in Deutschland sind arm
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11:56 24.02.2016
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Berlin

Nach den jüngsten Zahlen sank der Anteil der Armen um 0,1 Prozentpunkte auf 15,4 Prozent im Jahr 2014. Damit sei der bundesweite Aufwärtstrend seit 2006 zunächst gestoppt, sagte der Geschäftsführer des Verbandes, Ulrich Schneider. In Schleswig-Holstein lag die Quote mit 13,8 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt, das Armutsrisiko war hier damit geringer als in den meisten anderen Bundesländern.

Die Quote, eine Zahl des Statistischen Bundesamts, gibt an, wer in Haushalten mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens lebt. Bei Singles liegt die Armutsschwelle etwa bei 917 Euro, bei Paaren mit zwei Kindern bei 1926 Euro. Für das Bundesamt sind die Betroffenen zunächst „armutsgefährdet“. In neun Bundesländern nahm die Armutsquote ab — etwa in Bremen um minus 0,5 Punkte auf 24,1 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern um minus 2,3 Punkte auf 21,3 Prozent oder in Berlin um 1,4 Punkte auf 20 Prozent. In Bayern stieg sie dagegen von 11,3 auf 11,5 Prozent, in Nordrhein-Westfalen sogar von 17,1 auf 17,5 Prozent. Das Ruhrgebiet sei dabei die „Problemregion Nummer Eins“, sagte Schneider.

Alarmiert zeigte er sich von der Lage der Rentner. Bei ihnen sei die Armut seit 2005 etwa zehn Mal so stark angewachsen wie beim Rest der Bevölkerung. Laut Deutschem Kinderhilfswerk sind sogar 19 Prozent der Kinder und Jugendlichen arm.

LN

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