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200 Millionen Schoko-Hasen: Hersteller machen gutes Geschäft

Lübeck 200 Millionen Schoko-Hasen: Hersteller machen gutes Geschäft

Frühes Osterfest nervt Süßwarenfirmen im Norden — Kühles Wetter fördert aber Verkauf.

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Ostern ist für die Süßwarenindustrie die zweitwichtigste Saison. Klassische Schoko-Hasen sind bei den Verbrauchern beliebt.

Quelle: Patrick Pleul/dpa

Lübeck/Wahlstedt. Osterhasen und Schoko-Eier in allen möglichen Variationen: Für die Süßwarenindustrie ist Ostern inzwischen fast so wichtig wie Weihnachten. In den vier Wochen vor dem Fest werden nach Angaben des Handelsverbandes Sweets Global Network Süßwaren im Wert von fast einer Milliarde Euro verkauft — dabei entfallen gut 400 Millionen Euro auf Osterartikel.

„Das Ostergeschäft ist nach Weihnachten die frequenz- und umsatzstärkste Saison bei Arko“, sagt Patrick G. Weber, Geschäftsführer der Wahlstedter Süßwarenfirma. Das gilt auch für Carstens Lübecker Marzipan. „Marzipan ist ein Saisonartikel, der hauptsächlich zu Weihnachten oder zu Ostern gekauft wird“, sagt Verkaufsleiter Christian Sander. Das Weihnachtsgeschäft habe allerdings einen großen Vorteil — den längeren Verkaufszeitraum von September bis Dezember. „Der Osterverkauf geht eigentlich erst zwei Wochen vorher los, richtig stark sind die letzten zwei oder drei Tage vor dem Fest“, sagt Sander. Das hat auch das Marktforschungsinstitut Nielsen festgestellt. „Die Osterwoche ist die Rekord-Woche für den Verkauf von Ostersüßigkeiten und beflügelt gleichzeitig auch den Verkauf aller anderen Süßwaren“, sagt Süßwaren-Experte Michael Griess.

Der frühe Zeitpunkt des diesjährigen Osterfestes sei aber schlecht fürs Geschäft, sagt Sander. „Die Menschen sind noch etwas gesättigt von Weihnachten.“ Zudem sei es zu kalt, viele seien dadurch noch nicht in Frühlingsstimmung. „Wenn die Menschen ihre Osterartikel draußen verstecken können, ist das für uns besser.“ Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie geht wegen des frühen Termins von etwas weniger verkauften Schoko-Osterhasen aus als 2015, rechnet aber immer noch mit 200 Millionen Exemplaren weltweit.

Arko hat versucht, möglichen negativen Auswirkungen des frühen Osterfestes entgegen zu wirken. Das sei unter anderem mit besonderen Verkaufsaktionen mehr als gelungen, heißt es. Entsprechend zieht Geschäftsführer Weber bislang sogar eine positive Bilanz. „Das Ostergeschäft entwickelt sich in diesem Jahr sehr positiv“, sagt er. „Das kühle Wetter unterstützt den positiven Umsatzverlauf.“

Diesen Effekt bestätigt auch Hans Strohmaier, Vorstandschef des Handelsverbandes Sweets Global Network. Je kühler die Temperaturen, desto größer sei der Appetit auf Süßwaren. „Das Saisongeschäft wird kaum von schwankenden Verbraucherstimmungen beherrscht, sondern zunehmend von klimatischen Bedingungen“, erklärt er.

Diese Erfahrung hat auch Niederegger gemacht. „Das kühle Wetter hat die negativen Auswirkungen des frühen Termins ausgeglichen“, sagt Prokurist Willi Meier. Denn es habe die Menschen dazu eingeladen, einkaufen zu gehen. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ostergeschäft“, sagt er. „Es liegt auf dem Vorjahresniveau.“

Durchschnittlich geben die Deutschen laut Marktforschungsinstitut Nielsen 5,65 Euro pro Kopf für Oster-Süßigkeiten aus. Favorit ist das Osterei, egal ob aus Schokolade oder Marzipan, dicht gefolgt vom Schoko-Osterhasen. Generell seien die Verbraucher eher konservativ, sagt Christian Sander von Carstens Lübecker Marzipan. „Das klassische Marzipan-Ei mit Zartbitterschokolade ist am gefragtesten.“ Zudem sei ein Trend zu den hochwertigen Produkten mit einem höheren Anteil Marzipan-Rohmasse zu beobachten.

Zu viel Schokolade zum Fest? Drei Tipps für Reste

1 Einfrieren: Schokoladenreste in einem Gefrierbeutel ins Eisfach legen und einfach vor dem nächsten Osterfest wieder herausholen.

2 Muffins backen: Den übrig gebliebenen Schoko-Hasen in ganz kleine Stücke zerhacken und unter den normalen Muffin-Teig heben. Die entstandenen Schoko-Raspel lassen sich auch für anderen Kuchen, Eis und Quark verwenden.

3 Schokofondue machen: Schokolade schmelzen lassen. Bananen, Äpfel, Ananas, Kiwis und anderes Obst kaufen, in Stücke schneiden und in die flüssige Schokolade tauchen.

Von Janina Dietrich

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