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Wirtschaft im Norden 450 Dräger-Mitarbeiter beteiligen sich an Warnstreik
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden 450 Dräger-Mitarbeiter beteiligen sich an Warnstreik
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21:59 11.01.2018
Die Dräger-Mitarbeiter hoffen auf bessere Bezahlung und flexible Arbeitszeitmodelle. Quelle: Foto: Lutz Roessler
Lübeck

450 Dräger-Mitarbeiter waren dem Aufruf der IG Metall Küste gefolgt und versammelten sich gestern früh eine Stunde lang mit Trillerpfeifen, Tröten und roten Warnwesten vor dem Betriebsgelände an der Lübecker Revalstraße. Unter anderem forderten sie eine Lohnerhöhung von sechs Prozent. Vollzeitbeschäftigte sollen zudem die Möglichkeit bekommen, die wöchentliche Arbeitszeit für bis zu zwei Jahre von 35 auf 28 Stunden zu verkürzen. Außerdem sollen diejenigen, die Eltern oder Kinder pflegen, einen Teil-Lohnausgleich erhalten. „Deswegen sind all die Leute hier. Wir machen das nicht zum Spaß, sondern mit Hintergrund“, sagte Mario Schröder (35), Systems-Technician bei Dräger. Cindy Fuchs (36) aus der Produktion ist Mutter und möchte, so lange ihr Kind noch nicht in die Schule geht, in Teilzeit gehen, später aber wieder ihre Vollzeitstelle aufnehmen können. „Außerdem ist alles teurer geworden. Nur das Gehalt steigt nicht.“ Siegfrid Kasang, Betriebsratsvorsitzender Dräger, ist unzufrieden mit den bisherigen Ergebnissen. „Die Arbeitgeber verhandeln – außer über das Entgelt – über keine unserer Forderungen.“ Beim Gehalt ist auch noch kein Kompromiss in Sicht, sagt Thomas Rickers von der IG Metall Lübeck-Wismar. Die Arbeitgeber haben bislang zwei Prozent mehr Geld angeboten. „Die wissen selber, dass das zu wenig ist.“

In den fünf norddeutschen Küstenländern haben gestern 10 800 Beschäftigte in rund 40 Betrieben ihre Arbeit niedergelegt – unter anderem auch in Hamburg bei Airbus. Heute sollen die Warnstreiks in 70 Betrieben weitergehen.

 sha

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