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Wirtschaft im Norden 6000 Seiten zum Pipelinebau
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden 6000 Seiten zum Pipelinebau
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23:14 18.04.2017
In Lubmin, dem Anlandepunkt der 1200 Kilometer langen Nord-Stream Ostseepipeline, werden Ersatzstahlrohre eingelagert. Quelle: Foto: Stefan Sauer/dpa
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Lubmin/Zug

Lubmin/Zug. Das Genehmigungsverfahren für die geplante zweite Ostseepipeline ist gestern in eine neue Phase gegangen. Die in 16 Aktenordnern gesammelten Unterlagen zu Bau und Umweltauswirkungen der etwa 1200 Kilometer langen Erdgasleitung Nord Stream 2 können bis Mitte Mai in neun Ämtern in Hamburg, Rostock und Vorpommern eingesehen werden. Die Akten liegen bis zum 17. Mai aus. Auf mehr als 6000 Seiten, zig Karten und Anlagen bündelt die Gazprom-Tochter Nord Stream 2 ihre Argumente und Planungen zum Bau der umstrittenen, etwa 1200 Kilometer langen Gaspipeline quer durch die Ostsee.

Anders als bei der Nord-Stream-1-Trasse, durch die seit 2011 russisches Erdgas nach Lubmin fließt, können die Unterlagen diesmal auch online eingesehen werden. Auch Bürger und Umweltverbände können sich äußern. Vorbehalte gegen das Projekt kommen schon jetzt von den Umweltverbänden WWF und BUND. Der Greifswalder Bodden sei bereits durch die erste Nord-Stream-Pipeline, Fahrwasserbaggerungen, Stromtrassen und das Flüssiggas-Terminal Swinemünde stark strapaziert. Weitere Maßnahmen würden die Belastungsgrenze sprengen.

Nord Stream 2 plant auf der Insel Rügen vier von fünf Ausgleichsmaßnahmen als Kompensation für den Pipelinebau im Greifswalder Bodden. Mit der Umwandlung von intensiv genutzten Landwirtschaftsflächen in Grünland, Teilwiedervernässungen und der Umwandlung von Flächen in Naturwald soll die Einleitung von schädlichen Nährstoffen in den geschützten Bodden ausgeglichen werden.

LN

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