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Wirtschaft im Norden AOK schließt 15 Kundencenter
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden AOK schließt 15 Kundencenter
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20:10 25.09.2017
Kiel

Die AOK Nordwest hat gestern ihr neues Standortkonzept „Perspektive 2020“ für Schleswig-Holstein vorgestellt. Demnach schließt die Krankenkasse insgesamt 15 Kundencenter im Land – unter anderem in Bad Oldesloe, Bad Schwartau, Neustadt, Ratzeburg, Reinbek und Schwarzenbek.

Künftig würden die etwa 700000 AOK-Versicherten im nördlichsten Bundesland in 21 Kundencentern betreut. „Damit bleiben wir auch in Zukunft in der Fläche präsent und zwar deutlich über dem Niveau der Wettbewerber“, sagte AOK-Vorstandschef Tom Ackermann. Er kündigte an, die Beratungsqualität in den AOK-Kundencentern weiter zu verbessern und die Entscheidungskompetenzen der Mitarbeiter zu erhöhen.

Durch das neue Standortkonzept werde sich für über 70 Prozent der AOK-Versicherten das betreuende Kundencenter nicht ändern. Bei den anderen Versicherten gebe es nur geringe Änderungen, verbunden mit einer „etwas längeren Fahrzeit“. Weiterhin setze die AOK auf eine individuelle Beratung, die Pflegeberatung finde bei Bedarf sogar in der häuslichen Umgebung statt.

Die von der Neuorganisation betroffenen AOK-Mitarbeiter werden demnach auf andere Standorte verteilt. Viele werden ihre bisherige Tätigkeit weiter ausüben können – insbesondere in der Kundenberatung.

Ändern sich Aufgaben, bietet die AOK ihren Mitarbeitern Qualifizierungen an. Kündigungen seien ausgeschlossen.

Mit der neuen Organisationsstruktur sei man noch flexibler und könne schneller auf neue Trends reagieren. „Damit schaffen wir beste Voraussetzungen für eine zukunftsfähige AOK, die stabile Finanzen vorweist und ihre regionale Marktführerschaft weiter ausbaut“, erklärte der AOK-Chef. Die digitalen Angebote würden ausgebaut.

Die AOK Nordwest mit Sitz in Dortmund zählt zu den zehn größten gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. Das Haushaltsvolumen beträgt 9,4 Milliarden Euro. Die 7400 Mitarbeiter beraten 2,8 Millionen Versicherte – davon 2,1 Millionen in Westfalen-Lippe und 700000 in Schleswig-Holstein.

LN

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