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Wirtschaft im Norden Ältere Mitarbeiter zu wenig gefördert
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18:28 09.11.2013
Vorbildlich: Im BMW-Werk in Dingolfing (Niederbayern) gibt es spezielle Arbeitsplätze für ältere Beschäftigte. Quelle: dpa

Rückenschule, Anti-Stress- Seminare oder Computerkurse — für viele Unternehmen sind das noch immer Fremdworte, wenn es um die eigene Belegschaft geht. Nach einer aktuellen Umfrage rüsten sich nur wenige Betriebe mit solchen Angeboten für den demografischen Wandel: Lediglich 34 Prozent der Beschäftigten geben an, dass ihre Firma spezielle Programme zur Gesundheitsförderung älterer Kollegen bereitstellt. Das geht aus einer repräsentativen Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor.

Bei den Mitarbeitern über 50 Jahren meinen sogar nur 28 Prozent, dass ihr Arbeitgeber eine besondere Förderung wie zum Beispiel Fitnesskurse oder ergonomische Arbeitsplätze für sie anbietet.

Arbeitsmediziner sehen solche Umfragewerte kritisch. „Fehlende Prävention kann langfristig für Unternehmen teuer werden“, warnt der Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW), Wolfgang Panter. „Wenn man Ältere nicht gezielt fördert, muss man später mit häufigeren Fehlzeiten rechnen.“ Schon jetzt beobachteten seine Kollegen aufgrund der älter werdenden Belegschaften zunehmend Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rückenprobleme oder psychische Belastungen. Eine spezielle Förderung in den Unternehmen dürfe nicht erst bei Menschen jenseits der 50 beginnen, sagt Panter.

Etwa jeder Fünfte glaubt laut der YouGov-Umfrage nicht, dass er unter den jetzigen Bedingungen im Job bis ins Rentenalter gesund und arbeitsfähig bleibt. Ähnlich schlecht sieht die Lage bei gezielten Fortbildungen oder Schulungen für ältere Mitarbeiter aus: Nur 28 Prozent der Befragten registrieren maßgeschneiderte Angebote wie Computerkurse oder Technikschulungen in ihrem Unternehmen.

LN

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