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Wirtschaft im Norden Air-Berlin-Chef sucht Partner
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20:10 07.06.2017
Hamburg

. Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann fasst für die Rettung der hoch verschuldeten und von Verspätungen geplagten Airline eine erweiterte Partnerschaft mit der Lufthansa ins Auge. „Wir müssen 2017 einen Partner finden, und die Lufthansa ist einer von einigen möglichen“, sagte der Manager.

Winkelmann, früherer Chef der Lufthansa-Tochter Germanwings, war im Februar von Deutschlands größter Fluggesellschaft auf den Chefsessel von Air Berlin gewechselt. Vorwürfe, er solle Air Berlin herunterwirtschaften, damit die Lufthansa die kleinere Rivalin schlucken kann, wies er zurück. „Das ist blanker Hohn. Ich habe einen Vertrag unterschrieben, und den will ich mindestens erfüllen.“

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat bereits offen Interesse an einer Übernahme von Air Berlin bekundet. Allerdings müssten dazu die Betriebskosten der Airline sinken, die Großaktionärin Etihad müsse die Schulden übernehmen und die Aufsichtsbehörden müssten zustimmen. Ein Teil von Air Berlin ist seit Februar bereits für die Lufthansa unterwegs. Der Konzern hat 38 Maschinen samt Personal für seine Töchter Eurowings und Austrian Airlines gemietet.

Winkelmann bat bei den Kunden von Air Berlin um Entschuldigung für die Probleme bei seinem Unternehmen. „Ich selbst ärgere mich schon schwarz über zehn Minuten Verspätung“, sagte er.

Air Berlin kämpft seit Ende März mit Flugausfällen und Problemen bei der Gepäckabfertigung, nachdem die Gesellschaft in Berlin und Düsseldorf einen neuen Bodendienstleister unter Vertrag genommen hat. Hinzu kamen Probleme, nachdem Air Berlin das Touristikgeschäft an ihren österreichischen Ableger Niki abgegeben hat.

Niki soll unter Führung von Air Berlins Großaktionärin Etihad in einem Bündnis mit dem deutschen Ferienflieger Tuifly aufgehen. Den Kaufpreis von 300 Millionen Euro für die Niki-Anteile haben die Berliner schon erhalten. Der Vollzug hängt aber noch von den Aufsichtsbehörden ab. Auch die Verhandlungen zwischen Tui und Etihad dauern an. Air Berlin fliegt seit Jahren Verluste ein, ist mit mehr als einer Milliarde Euro verschuldet und hält sich nur noch mit Finanzspritzen von Etihad in der Luft.

LN

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