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Air Berlin: Flugbetrieb in den nächsten Wochen gesichert

Berlin Air Berlin: Flugbetrieb in den nächsten Wochen gesichert

Beim Verkauf der insolventen Fluglinie Air Berlin ist „die bestmögliche Lösung“ in Sicht, verspricht das Management. Eine entscheidende Frage in den Verkaufsverhandlungen ist, wie man die Zeit ab dem Beginn des Winterflugplans Ende Oktober finanziert. Air Berlin verhandelt mit der Lufthansa und Easyjet über einen Verkauf großer Teile des Unternehmens.

Für die insolvente Fluglinie Air Berlin sind bis zum Ende der Bieterfrist 16 Angebote eingegangen.

Quelle: dpa

Berlin. Air Berlin verspricht ihren Kunden einen sicheren Flugbetrieb mindestens bis Ende Oktober. „Wir sind sicher, dass wir den Flugbetrieb in den nächsten Wochen aufrechterhalten können“, sagte gestern Vorstandschef Thomas Winkelmann mit Blick auf die Zeit bis zum Beginn des Winterflugplans am 28. Oktober. Bis zum 12. Oktober soll der Verkauf großer Teile der Airline perfekt sein. Dann könne er auch für die mittlere Zukunft eine Buchung empfehlen, sagte Winkelmann.

Viele der mehr als 8000 Air-Berlin-Beschäftigten können aus Sicht des Managements bei den möglichen Käufern der insolventen Fluggesellschaft unterkommen. „Es wird uns nicht möglich sein, alle Arbeitsplätze zu erhalten“, sagte der Sachwalter der Gläubiger, Lucas Flöther. Vier von fünf Mitarbeitern hätten aber gute Jobperspektiven bei den Bietern. Gestern Abend informierte das Management die Beschäftigten hinter verschlossenen Türen über den Stand der Verkaufsgespräche.

Air Berlin verhandelt exklusiv mit dem Marktführer Lufthansa und der britischen Fluggesellschaft Easyjet. Lufthansa will die Air Berlin-Töchter Niki und Luftverkehrsgesellschaft Walter, die insgesamt 55 Flugzeuge haben, sowie 13 weitere Mittelstreckenflugzeuge. Easyjet will 27 bis 30 der Airbus-Mittelstreckenflieger der Air Berlin, mit denen der Billigflieger vor allem von Berlin aus fliegen wolle. Noch gebe es Schnittmengen, sagte Air Berlins Generalbevollmächtigter Frank Kebekus.

Lufthansa und Easyjet seien finanzstarke und im Markt etablierte Investoren, sagte Winkelmann. Man sei auf dem Weg, das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Warnungen vor einem Lufthansa-Monopol wies er ebenso zurück wie die Befürchtung, Fliegen werde für Passagiere teurer. „Sie werden in Berlin und Düsseldorf einen genauso harten Wettbewerb wie in der Vergangenheit erleben.“

Der Flugbetrieb ist laut Kebekus bis zum 1. November durchfinanziert. Von den Käufern erwartet Air Berlin deshalb eine Zwischenfinanzierung bis zum Jahresende. Dann wird die Zustimmung der EU-Kommission zum Verkauf erwartet. Zurzeit hält ein 150-Millionen-Euro- Kredit des Bundes die Airline in der Luft.

Air Berlin hatte Ende März 8600 Mitarbeiter. 200 Beschäftigte haben sich seit dem Insolvenzantrag Mitte August schon eine neue Stelle gesucht. Die Mitarbeiter müssen sich bei den Bietern voraussichtlich neu bewerben, sagte Kebekus. Gewerkschaften befürchten, dass manche Mitarbeiter in diesem Fall deutliche Gehaltseinbußen in Kauf nehmen müssen.

Für das Langstreckengeschäft fanden sich keine Interessenten, Air Berlin stellt die Langstrecken deshalb bis zum 15. Oktober nach und nach ein. Auch in Deutschland fallen Strecken weg: Bereits am Freitag, 29. September, streicht Air Berlin die Verbindungen zwischen Hamburg und München sowie zwischen Köln/Bonn und München.

1000 Stellen ausgeschrieben

Die Lufthansa-Tochter Eurowings bereitet die Übernahme weiterer Jets und Mitarbeiter der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin vor. Inzwischen seien mehr als 1000 Stellen ausgeschrieben, teilte das Unternehmen mit. Bislang seien bereits 1500 Bewerbungen eingegangen. Für aktive Crews der Air Berlin gelte wegen ihrer Erfahrung und des hohen Sicherheitsstandards im Flugbetrieb ein verkürztes Auswahlverfahren. Zu den Übergangsregeln für die Flugbegleiter gibt es auch Vereinbarungen mit den Gewerkschaften Verdi und Ufo.

LN

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