Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 1 ° Gewitter

Navigation:
Air Berlin: Wut bei unterlegenen Bietern

Berlin Air Berlin: Wut bei unterlegenen Bietern

. Das Rennen um die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin mit Lufthansa als aussichtsreichstem Kaufinteressenten könnte zu einem Fall für die Gerichte werden. Die vorerst unterlegenen Bieter erwägen, gegen den möglichen Verkauf an den Marktführer Lufthansa zu klagen.

Voriger Artikel
Lufthansa vor dem Zuschlag bei Air Berlin
Nächster Artikel
Fertige A 226 kann nicht befahren werden

Wird der Air-Berlin-Verkauf noch lange in der Schwebe bleiben? Klagen sind denkbar.

Quelle: Foto: Kumm/dpa

Berlin. Air Berlin hatte in der Nacht zu gestern in einer Pflichtmitteilung an die Börse angekündigt, einen Verkauf an Lufthansa und Easyjet anzustreben. Aus Verhandlungskreisen war zuvor verlautet, wahrscheinlich komme für die verbleibenden Flugzeuge auch die Fluggesellschaft Condor zum Zug. Die Gewerkschaften dringen darauf, dass die neuen Eigentümer auch die Beschäftigten übernehmen.

Air Berlin mit ihren mehr als 8000 Beschäftigten ist seit Mitte August insolvent, der größte Teil der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft soll dem Vernehmen nach an Lufthansa gehen. Das Management will am Montag den Stand des Bieterverfahrens bekannt geben. „Wenn das gefingert war, wird es eine gewaschene Kartellklage geben“, sagte ein Sprecher des vorerst unterlegenen Bieters Utz Claassen. Er verwies auf Stellungnahmen aus der Bundesregierung zugunsten der Lufthansa unmittelbar nach dem Insolvenzantrag der Air Berlin.

Der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl, der wie Claassen für die ganze Air Berlin geboten hatte, äußerte Éntsetzen und warf den Verantwortlichen vor, man habe „zu keinem Zeitpunkt ernsthaft eine andere Lösung als die Zerschlagung und Zuteilung der Fragmente an Lufthansa und einige weitere Bieter“ verfolgt. Air-Berlin-Sprecher Ralf Kunkel wies dies zurück. „Wir führen ein für alle ernsthaften Bewerber transparentes Verfahren durch“, erklärte er. Wöhrl sagte dem „Handelsblatt“, er behalte sich rechtliche Schritte vor.

Für den Kauf der Technik-Sparte der Air Berlin rechnet sich das Berliner Logistikunternehmen Zeitfracht gute Chancen aus. Auch wenn Zeitfracht in den Anstrengungen, neue Dienstleistungsbereiche mit rund 1000 Kollegen zu sichern, noch „weiter fortgeschritten“ sein könnte, heißt es in einem internen Schreiben.

Die Gewerkschaft Verdi hat sich grundsätzlich positiv zu den möglichen Käufern gezeigt. „Wir werten es als gutes Zeichen, dass alle drei Unternehmen, die offenbar als Käufer im Gespräch sind, die Lufthansa, Easyjet und Condor, Unternehmen mit guten Tarifverträgen und einer guten Mitbestimmungskultur sind“, sagte Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. Verdi und die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) wollen, dass die Käufer möglichst alle Beschäftigten übernehmen. VC-Vorstandsmitglied James Phillips sagte: „Ein bisschen frech finden wir das Ansinnen, dass sich jeder Pilot einzeln neu bewerben soll. Das würde zu einem Rosinenpicken führen.“ Bei der Air-Berlin-Tochter Niki ist derweil die Insolvenzgefahr gebannt. Das Gericht wies den Antrag eines österreichischen Reiseveranstalters gegen die Airline als unbegründet zurück.

Abstimmung über Tegel

Doppel-Wahl in der Hauptstadt: Knapp 2,5 Millionen Berliner sind morgen nicht nur aufgerufen, einen neuen Bundestag zu wählen, gleichzeitig können die Wahlberechtigten in einem Volksentscheid auch über die Zukunft des Flughafens Tegel abstimmen. Dabei geht es um die Frage, ob der Flughafen Tegel nach Eröffnung des neuen Hauptstadt-Airports BER wie geplant geschlossen oder weiterbetrieben werden soll. Rot-Rot-Grün will – wie die beiden anderen Gesellschafter Brandenburg und der Bund – an der schon vor vielen Jahren beschlossenen Schließung Tegels festhalten. Das Regierungsbündnis argumentiert mit der rechtlichen Kopplung der BER-Genehmigung an die Tegel-Schließung.

Die Tegel-Befürworter CDU, FDP und AfD sagen, Tegel werde neben dem BER benötigt, weil die Passagierzahlen in der Hauptstadt steigen.

LN

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft im Norden
DAX
Chart
DAX 12.539,00 -0,01%
TecDAX 2.620,75 -0,12%
EUR/USD 1,2277 -0,06%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

BASF 86,49 +0,65%
MÜNCH. RÜCK 195,90 +0,54%
ALLIANZ 193,12 +0,52%
RWE ST 21,41 -1,70%
LUFTHANSA 26,09 -1,66%
INFINEON 21,05 -1,27%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Commodity Capital AF 199,54%
Structured Solutio AF 170,65%
H2O Multibonds I S RF 92,22%
BlackRock Global F AF 80,36%
Polar Capital Fund AF 79,75%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.