Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Airbus fliegt Boeing bei Neuaufträgen davon

Paris Airbus fliegt Boeing bei Neuaufträgen davon

Flugzeugbauer startet mit Rekordzahlen ins neue Jahr — Aber der A380 bleibt schwierig.

Voriger Artikel
Klärwerk wird für Industrie und Gewerbe weiterausgebaut
Nächster Artikel
Wirtschaft im Norden fordert schnelle Sanierung der MuK

Die Airbus-Manager Fabrice Bregier (l.) und John Leahy gestern bei der Pressekonferenz des Konzerns in Paris.

Quelle: Piermont/AFP

Paris. Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat seinen US-Rivalen Boeing beim Rennen um Neuaufträge im vergangenen Jahr deutlich abgehängt. Airbus-Chef Fabrice Brégier konnte sich über Aufträge für 1036 neue Flugzeuge freuen — 268 mehr als die Amerikaner. „Wir haben die meisten unserer Ziele erreicht“, sagte Brégier gestern in Paris. Boeing produzierte allerdings weiterhin deutlich mehr Flugzeuge.

Airbus lieferte 635 Flieger aus, so viele wie nie zuvor in der Firmengeschichte. Beim US-Konkurrenten, der seine Zahlen vergangene Woche vorgelegt hatte, waren es allerdings 762 Jets. Doch die Europäer haben sich ehrgeizige Ziele zur Steigerung der Produktion gesetzt, um das dicke Auftragspolster für ihre Kassenschlager der Mittelstrecken-Familie A320 abzuarbeiten. In diesem Jahr sollten insgesamt mehr als 650 Flugzeuge aus den Werkhallen rollen, kündigte Brégier an.

Airbus kann dabei von einem komfortablen Auftragsbestand ausgehen. Zum Jahresende hatten die Europäer 6787 bestellte Flugzeuge in den Büchern, 401 mehr als ein Jahr zuvor und ein Branchenrekord.

Ein Problem bleibt das seit längerem kaum gefragte Flaggschiff A380. Wegen magerer Neubestellungszahlen fährt Airbus die Produktion des doppelstöckigen Großraumfliegers schrittweise herunter, von zwischenzeitlich 30 Stück in Richtung 20 Stück pro Jahr. Zum Ende des Jahres 2015 konnte Airbus eine Order für drei Flugzeuge verbuchen, musste aber zugleich die Stornierung für eine Maschine hinnehmen.

Noch im Sommer hatte sich Verkaufschef John Leahy 25 A380-Bestellungen für das Gesamtjahr 2015 zum Ziel gesetzt. Eine neue Prognose wollte er jetzt nicht abgeben.

Bei zwei weiteren Modellen blieb Airbus knapp hinter seinem Zeitplan zurück. Vom neuen Großraumjet A350 konnte der Hersteller wegen Lieferproblemen des Sitzherstellers nur 14 statt 15 Maschinen ausliefern. Und die Erstauslieferung des modernisierten Mittelstreckenjets A320neo wurde einen Tag vor Silvester überraschend ins neue Jahr verschoben. „Die erste A320neo wird im Januar ausgeliefert, also in den kommenden zwei Wochen“, konkretisierte Brégier nun. Das erste Modell mit spritsparenden neuen Triebwerken soll an die Lufthansa gehen.

Vom Mittelstreckenjet A320 und seiner Neuauflage A320neo will Airbus ab Anfang 2017 pro Monat rund 50 Stück und ab Mitte 2019 etwa 60 Stück fertigstellen. Verkaufschef Leahy erklärte: „Wir bauen die Produktion aus, um mit dem Auftragsbestand mitzuhalten.“

Auf Basis der Preisliste von 2015 entsprach der Auftragsbestand einem Gesamtwert von 996,3 Milliarden US-Dollar (915 Milliarden Euro). Allerdings liegen einige Bestellungen schon Jahre zurück und bei Flugzeugbestellungen sind Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich.

Giganten der Luftfahrt
Boeing und Airbus sind die mit Abstand größten Hersteller von Passagierjets. Seit Jahrzehnten konkurrieren sie um die Vorherrschaft. Boeing wurde 1916 vom Sohn eines deutschen Auswanderers in den USA gegründet, Airbus im Jahr 1970 als deutsch-französischer Konkurrenzversuch. Mehr als 8600 Airbus-Flugzeuge stehen derzeit im Dienst, von Boeing mehr als 10 000. Der Listenpreis der teuersten Boeing (777-9X) beträgt 400 Millionen Dollar, der Airbus-Spitzenreiter A380-800 kostet 428 Millionen Dollar. Für die zivile Sparte von Airbus arbeiten weltweit 55000 Menschen, für Boeing 83 000.

LN

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft im Norden
DAX
Chart
DAX 12.256,50 -1,53%
TecDAX 2.278,25 -0,59%
EUR/USD 1,1664 +0,27%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 15,66 -0,23%
LINDE 169,26 -0,57%
ALLIANZ 177,22 -0,97%
INFINEON 18,60 -4,53%
VOLKSWAGEN VZ 137,08 -3,93%
CONTINENTAL 192,01 -2,97%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
AXA World Funds Gl RF 163,60%
Structured Solutio AF 118,40%
Allianz Global Inv AF 111,29%
Crocodile Capital MF 102,99%
NORDINTERNET AF 92,29%

mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.