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Wirtschaft im Norden „Aktien versprechen noch eine nachhaltige Dividende“
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden „Aktien versprechen noch eine nachhaltige Dividende“
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22:12 14.07.2016

Brexit, Niedrigzinsen und italienische Banken in der Krise: Wie lege ich in diesen Zeiten mein Geld richtig an? Antworten auf diese Frage gab gestern Dr. Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, vor 220 geladenen Gästen in den Lübecker Media Docks. Den Austritt Großbritanniens aus der EU habe die Deutsche Bank in ihrer Strategie berücksichtigt. „Wir waren in Europa nicht so stark investiert, dafür mehr in den USA – und das hat sich ausgezahlt“, sagte Stephan. Die italienischen Banken hätten ihre faulen Kredite nicht ernsthaft genug abgeschrieben. Er glaube aber nicht, dass Europa dadurch vor einer weiteren großen Finanzkrise stehen. „Alle Beteiligten sehen, dass man etwas tun muss und ringen nun um eine Lösung.“ Heute seien alle anders vorbereitet als 2008. Das Grundproblem sei, dass das Wachstum auf der Welt relativ schwach sei. Es werde zu wenig investiert. „Hinzu kommt das Niedrigzinsumfeld, das aus meiner Sicht noch lange anhalten wird. Als Resultat sind die Aktienmärkte großen Schwankungen ausgesetzt.“

Aktien seien eine sinnvolle Anlage, „weil man mit ihnen wenigstens noch eine nachhaltige Dividende erzielen kann“, erklärte der Banker. Man müsse heute sehr viel aktiver auf dem Markt sein, um mit den niedrigen Zinsen und den Schwankungen richtig umzugehen und brauche starke Nerven. „Heute kann man sich mit einem Aktiendepot nicht mehr hinlegen und schlafen, wie das noch Börsenguru Andre Kostolany formuliert hat.“ Laut Stephan sollten Anleger eine Spanne von rund 9500 bis etwa 10000 Punkten im Dax nutzen, um zu investieren.

Etwas Gold zu kaufen, sei auch keine falsche Idee. „Ich denke, es gibt aber bessere Investments. Mehr Geld lässt sich sicher mit Immobilien verdienen und auch mit Aktien“, so Stephan.

cri

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