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Albig stärkt den Bauern den Rücken

Rendsburg Albig stärkt den Bauern den Rücken

Berufsstand erhalte zu wenig Wertschätzung.

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Torsten Albig beklagt, dass viele Bürger ein falsches Bild von der Landwirtschaft hätten.

Quelle: Wolfgang Runge/dpa

Rendsburg. . Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat sich für einen starken ländlichen Raum ausgesprochen. Auf dem Landesbauerntag in Rendsburg beklagte er die fehlende Wertschätzung der Landwirte. Er wolle sie im Kampf um Akzeptanz und ein besseres Image unterstützen. „Ich sorge mich um das Bild von Landwirtschaft in unserem Land“, sagte der SPD-Politiker. Als Kernproblem bezeichnete er die gefühlte Entfremdung zwischen Landwirtschaft und dem Rest der Gesellschaft.

Schleswig-Holstein ist laut Albig zu 97 Prozent ländlicher Raum, 70 Prozent der Landesfläche seien landwirtschaftlich genutzt. „Die Landschaft, die wir so zauberhaft finden, wird von Landwirten gemacht, gepflegt, beackert und bestellt“, sagte der Ministerpräsident. 

Wie das vonstattengeht, davon hätten Menschen in den Städten oft eine romantische Vorstellung, die wenig mit den Erfordernissen moderner Landwirtschaft gemeinsam habe. So fehle manche n Schleswig-Holsteinern das Wissen über den natürlichen bäuerlichen Jahreslauf, sagte Albig. Sie würden Landlust- Idylle um jeden Preis fordern, würden nicht akzeptieren, wenn in der Erntezeit auf den Feldern auch mal die halbe Nacht hindurch die Motoren brummen.

Dazu komme die „gefühlte Schizophrenie“ vieler Verbraucher, die Bauern in die Verzweiflung treiben kann: „Es soll Bio sein, von höchster Güte, darf aber nicht so viel kosten – und mehr als drei Tiere sollte der Bauer auch nicht haben.“ Das passe nicht zusammen, Information sei nötig, sagte Albig: „Wir müssen den Verbraucher über sein idealisiertes Bild aufklären.“

Der Ministerpräsident nannte die Bauern einen Eckpfeiler des ländlichen Raumes: „Ohne sie ist Schleswig-Holstein nicht denkbar“, sagte er. Die Bauern haben laut Albig eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe: Sie sollen erstklassige Lebensmittel produzieren, und gleichzeitig die Landschaft pflegen und erhalten: „Das Landschaftsbild ist in Gefahr ohne Bauernhand“, ist sich Albig sicher.

Aktuell gibt es nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Schleswig-Holstein rund 13 000 Bauernhöfe, die im Durchschnitt 74 Hektar bewirtschaften.

LN

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