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Wirtschaft im Norden Aldi Nord will Filialen verschönern
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Aldi Nord will Filialen verschönern
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20:36 04.07.2017
Blick in ein neu gestaltetes Ladenlokal von Aldi Nord: Die Filialen sollen heller und freundlicher werden. Quelle: Foto: Vennenbernd/dpa
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. Mehr als fünf Milliarden Euro will der Discounter Aldi Nord in die Hand nehmen und seine Filialen in der ganzen Welt heller, freundlicher und großzügiger gestalten. Weg vom kargen Neonlicht und den Holzpaletten der Vergangenheit – hin zu einer gemütlichen Einkaufsatmosphäre mit mehr frischem Obst und Gemüse, einer großen Auswahl an Backwaren und einem Kaffeeautomaten für den kleinen Durst des Kunden. Das Umbauprojekt heißt „Aniko“. Es sei „eine der bedeutendsten unternehmerischen Entscheidungen in der Geschichte von Aldi- Nord“, erklärte Theo Albrecht junior, Sohn des Unternehmensgründers.

Doch es gibt ein Problem. Insider befürchten, dass das Milliardenprojekt in den Familienstreit hineingezogen werden könnte, der seit geraumer Zeit zwischen den Erben des Discountriesen tobt.

Dass das überhaupt denkbar ist, liegt an der etwas komplizierten Eigentümerstruktur bei Aldi Nord. Das Unternehmen ist im Besitz von drei Stiftungen: der Markus-, der Lukas- und der Jakobus-Stiftung. Die Markus- und die Lukas-Stiftung werden von der Gründer-Witwe Cilly Albrecht und ihrem Sohn Theo Albrecht Junior kontrolliert. Bei der Jakobus-Stiftung haben die Witwe des zweiten Gründersohns Berthold, Babette Albrecht, und ihre Kinder das Sagen. Investitionen können von den Stiftungen nur einstimmig freigegeben werden. Das Problem: Die beiden Familienstämme kämpfen um die Macht im Unternehmen.

Bislang hat das die Geschäfte bei Aldi Nord nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil: Zwischen April 2016 und April 1017 wuchs der Discounter laut Marktforscher GfK so schnell wie kein anderer Billiganbieter in Deutschland. Um mehr als 10 Prozent erhöhten sich die Ausgaben der Verbraucher bei dem Discounter. Doch das könnte sich nun ändern, befürchten Insider.

Das größte Investitionsprojekt in der Firmengeschichte drohe sich zu verzögern, weil die Jakobus-Stiftung noch nicht zugestimmt habe, heißt es in Unternehmenskreisen. Der Rechtsanwalt von Babette Albrecht, Andreas Urban, weist den Vorwurf, das Unternehmen auszubremsen, allerdings entschieden zurück.

LN

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