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Angehende Zusteller auf der Schulbank

Lübeck Angehende Zusteller auf der Schulbank

Flüchtlinge hatten ihren ersten Unterrichtstag.

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Erster Unterrichtstag für 18 Flüchtlinge, die LN-Zusteller werden wollen. Mirjam Müllender von der Wirtschaftsakademie begrüßte sie. FOTO: RÜDIGER JACOB

Lübeck. 18 Flüchtlinge haben gestern die Schulbank gedrückt – beim ersten Beschulungstag in der Wirtschaftsakademie, um die nötige Theorie für eine Arbeit als Zusteller zu lernen. Der Unterricht ist Teil eines Gemeinschaftsprojektes von LN, Wirtschaftsakademie und Jobcenter. Ziel ist es, Flüchtlinge für die Arbeit als Zusteller und für den Beruf als Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen zu gewinnen (die LN berichteten).

„Die Jobförderung erfreut sich großer Beliebtheit“, zieht Thomas Schoop, Personal-Recruiter der LN Zustell GmbH, eine erste Bilanz. „Trotz mitunter widrigster Witterung und sehr frühem Arbeitsbeginn bei der Probearbeit haben die Flüchtlinge großes Interesse bekundet“, sagt Schoop. Ihre Verdienstmöglichkeiten lägen in Vollzeit bei 8,50 bis 11,10 Euro pro Stunde. Bei einer 35- oder 40-Stunden-Woche entspricht das einem Monatseinkommen von 1550 bis 1820 Euro. Außerdem können sie kostenlos ihren Führerschein erwerben.

Gestern stand aber erst einmal die Theorie auf dem Programm. Mirjam Müllender von der Wirtschaftsakademie begrüßte die ersten 18 Klassenteilnehmer der Teilqualifizierung und machte sie auch mit der Seminarordnung vertraut. „Unentschuldigtes Fehlen kann zum Ausschluss der Förderung führen“, forderte Müllender die Einhaltung der Regeln ein. Dazu zählten unter anderem auch die Benutzerordnung für die Arbeit am PC sowie das Rauch- und Handyverbot in den Räumen.

Für Tuncay Ekinci war der Start der berufsanschlussfähigen Teilqualifizierung „sehr interessant und angenehm“. Der 18-Jährige stammt aus der Türkei und lebt seit zweieinhalb Jahren in Deutschland.

„Schüler und Lehrer sind hier sehr freundlich“, sagt Ekinci. Er freue sich auf eine Arbeit als Zusteller. Mohammad Khalaf (31) kommt aus Syrien und sagt: „Es gefällt mir hier sehr gut.“ Mit dem Frühaufstehen habe er keine Probleme. Der 32-jährige Stephen Delali Dzimadzor hat bereits in seiner Heimat Ghana ein Jahr lang Deutsch gelernt. Entsprechend gut kann er alles verstehen und sich inzwischen auch gut verständigen. „Es ist alles so schön hier, und ich freue mich auf die Schule und auf die Ausbildung.“

In einem sechsmonatigen Kursus können die Teilnehmer ihre Sprachkenntnisse verbessern. Bei erfolgreicher Qualifizierung können sie mit einer Festanstellung bei der LN Zustell GmbH rechnen – und während ihrer Tätigkeit als Zusteller eine dreijährige Ausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen machen. „Dazu stellen wir die Mitarbeiter sechs Monate frei“, sagt Schoop. Rüdiger Jacob

Info: Weitere Informationen zur Jobinitiative gibt es bei Mirjam Müllender von der Wirtschaftsakademie unter Telefon 0451/502 6103

LN

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