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Anleger protestieren gegen Postbank

Banken Anleger protestieren gegen Postbank

Einige Dutzend Anleger haben am Dienstag in Neumünster vor dem Sitz der Postbank protestiert, weil sie sich von dem Institut getäuscht fühlen.

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Es ist eine Sammelklage geplant.

Quelle: Carsten Rehder

Neumünster. Einige Dutzend Anleger haben am Dienstag in Neumünster vor dem Sitz der Postbank protestiert, weil sie sich von dem Institut getäuscht fühlen. Nach Angaben des Hamburger Anwalts Arne Heller vertritt seine Kanzlei rund 60 Anleger mit Verlusten von insgesamt 5 bis 5,5 Millionen Euro. Die einzelnen Summen schwankten zwischen einigen tausend und 700 000 Euro, wie Heller der Nachrichtenagentur dpa sagte. Er strebe eine Sammelklage an. Der Vorwurf: Den Kunden seien Produkte als sicher verkauft worden, die sich als hochriskant herausgestellt und zu schweren Verlusten geführt hätten. Es ging unter anderem um Schiffsbeteiligungen und risikobehaftete Fonds. So habe ein 85-Jähriger eine Schiffsanleihe gezeichnet, die 2026 fällig werde, sagte Heller.

Ein Sprecher der Postbank erklärte, die Berater der Postbank Finanzberatung handelten nach klaren fachlichen Vorgaben und würden an strengen Qualitätsmaßstäben gemessen. Den generellen Vorwurf einer Fehlberatung oder gar Täuschung weise die Postbank zurück. „Grundsätzlich sind wir auch weiterhin bereit, jede konkrete Kundenbeschwerde umfassend zu prüfen“, sagte der Sprecher.

Postbank-Berater seien besonders auch auf ältere Kunden mit dem Argument zugegangen, sie seien ja eher auf sichere Anlagen eingestellt, erläuterte Anwalt Christian von Boetticher, der für die gleiche Kanzlei wie Heller arbeitet. Die Kunden seien dann im Glauben gelassen worden, auch ein sicheres Produkt gekauft zu haben, sagte der frühere Landes- und Fraktionsvorsitzende der CDU in Kiel. Kunden seien gezielt nach Sparbucheinlagen und Altersstruktur ausgewählt worden. Von Boetticher geht davon aus, dass sich die Zahl der bekannten Betroffenen noch erhöhen wird. Die Fälle der Kanzlei stammten aus der Zeit vor 2009. Dann waren die Beratungsvorschriften und speziell die Vorgaben zur Protokollierung der Gespräche verschärft worden.

Die Vertreter der Postbank-Anleger machen auch geltend, das Institut habe bei den umstrittenen Geschäften stark überhöhte Provisionen kassiert. Bereits seit Jahren vertritt auch der Kieler Anwalt Helge Petersen solche Anleger. Er setze auf Verhandlungen mit der Postbank und habe so bereits einige Millionen Euro für seine Klienten zurückgeholt, sagte Petersen am Dienstag. Den deutschlandweit angerichteten Schaden bezifferte er auf 18 bis 20 Millionen Euro.

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