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Apples kleiner Dauerläufer

Eine Woche mit dem iPhone SE Apples kleiner Dauerläufer

Nach einem längeren Test des iPhone SE bestätigt sich der erste Eindruck: Das vier Zoll kleine Display ist ein Vorteil des neuen Smartphones von Apple - und ein Nachteil.

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Im Gegensatz zu vielen anderen Smartphones mit einer Hand bedienbar: das iPhone SE.

Quelle: Werning

Andere Smartphones müssten jetzt wieder aufgeladen werden. Aber das iPhone SE nicht. Der Akku ist nach eineinhalb Tagen immer noch bei knapp 40 Prozent. Und das ist keine Ausnahme. Eine Woche habe ich das iPhone SE benutzt. Apple hat uns ein Testgerät seines neuen Modells zur Verfügung gestellt. Es ist das erste Smartphone seit langem, das ich nicht jeden Abend an eine Steckdose anschließen muss und das ich am nächsten Tag trotzdem normal benutzen kann. Andere Tester machten dieselbe Erfahrung.

 

Die lange Akkulaufzeit liegt auch an der Größe des SE. Der Bildschirm hat eine Diagonale von nur vier Zoll oder zehn Zentimetern. Dem Smartphone reicht deshalb eine geringere Auflösung, um dieselbe Pixeldichte wie das größere iPhone 6s und ein genauso scharfes Display zu haben. Der Prozessor im SE muss also weniger Bildpunkte mit Informationen versorgen und eine kleinere Fläche beleuchten als der Prozessor im 6s. Darum kommt das neue iPhone länger mit einem voll aufgeladenen Akku aus als das größere Modell - bei gleicher Leistung.

 

Gegen den XXL-Trend

 

Denn im SE arbeitet der gleiche A9-Hauptprozessor und der gleiche M9-Coprozessor wie im 6s. Das kleine iPhone bewältigt dadurch alle Aufgaben genauso mühelos wie das etwas größere Modell. Insbesondere Arbeitskollegen, die seit Jahren ein iPhone 5s benutzen, den Vorgänger des SE, waren beeindruckt davon, wie schnell das neue Modell auf ihre Eingaben mit dem Finger reagierte. Und dank des Prozessors sollte das SE auch in den nächsten zwei, drei Jahren mit neuer Software wie der nächsten Version des Betriebssystems iOS gut zurechtkommen.

 

Das dürfte Menschen freuen, die den Trend der vergangenen Jahre zu immer größeren Smartphones nicht mitmachen wollen - wenige sind es nicht. Allein Apple verkaufte im vergangenen Jahr weltweit mehr als 30 Millionen Stück seines iPhone 5s, obwohl es von 2013 ist. Wahrscheinlich aus zwei Gründen: Zum einen, weil das vier Zoll kleine Gerät weniger als die großen Modelle kostete. Zum anderen, weil es sich mit einer Hand benutzen lässt und in jede Hosentasche passt. Genauso wie das SE.

 

Mit einer Hand bedienbar

Das ist ein weiterer Vorteil des kleineren Bildschirms: Es sind keine zwei Hände notwendig, um das Smartphone festzuhalten und zu bedienen. So wie beim iPhone 6s oder erst recht beim iPhone 6s Plus. In der Testwoche konnte ich bequem jede App öffnen, Nachrichten tippen und Fotos machen - mit nur einer Hand. Auf den großen Bildschirmen gelingt mir das nicht. Das SE ließ sich auch einfacher mitnehmen, zumal es 30 bis 60 Gramm leichter als die beiden großen Modelle von Apple ist. Selbst in der Gesäßtasche oder der Innentasche eines Jackets störte der Vierzöller nicht. Er wiegt ja auch nur 113 Gramm, ist 12,4 Zentimeter hoch und 5,9 Zentimeter breit.

Trotzdem musste ich mich an den Bildschirm erst gewöhnen - und es gelang mir in der Testwoche nie so ganz. Ich benutze sonst ein iPhone 6s Plus. Es ist Mobiltelefon und Mini-Tablet in einem Gerät. Auf dem kleineren Display des SE vertippte ich mich vor allem am Anfang häufiger, wenn ich Nachrichten schrieb, weil auch die Tastatur kleiner ist. Außerdem musste ich in E-Mails, in E-Books und auf Internetseiten häufiger scrollen, um den ganzen Text zu lesen. In der Testwoche griff ich deshalb wieder häufiger zu meinem Tablet, um Videos anzuschauen oder Texte zu lesen. Das ist der Kompromiss, den man mit dem SE eingehen muss: Es ist wieder mehr ein Mobiltelefon und weniger ein Computer-Ersatz.

Erstmals unter 500 Euro

Dafür muss man aber sonst kaum Abstriche gegenüber den größeren Modellen machen. Apple lässt nicht nur den gleichen Prozessor einbauen, sondern auch die gleiche Kamera - sie macht Fotos mit einer Auflösung von 12 Megapixel. Das SE beherrscht auch 4K-Videos, Zeitlupen- sowie Zeitraffervideos und auch die Funktion Live Photos. Im Homebutton steckt außerdem ein Fingerabdrucksensor, zwar nicht die neue Generation, aber er arbeitet zuverlässig und erkennt den Benutzer umgehend. Die Frontkamera macht Selfies allerdings nur mit einer Auflösung von 1,2 anstatt 5 Megapixeln wie im iPhone 6s. Und auf 3D-Touch muss der Benutzer verzichten, also auf die Möglichkeit, ein Kontextmenü mit den häufigsten Funktionen aufzurufen, wenn er lange auf das Icon einer App drückt. Er wird es verschmerzen können.

 

Apple begründet solche Abstriche mit dem Preis. Das Unternehmen will mit dem SE auch neue Käuferschichten ansprechen. Deshalb bietet der Konzern zum ersten Mal ein neues Modell für weniger als 500 Euro an. Und im Gegensatz zu vielen Android-Konkurrenten steckt im kleinen Smartphone weitgehend die Technik der großen Geschwister. Für 489 Euro gibt es den Vierzöller allerdings nur mit 16 Gigabyte Speicher, und davon belegen das Betriebssystem sowie Apples eigene Apps schon mehrere Gigabyte. Wer also viel Platz für andere Apps, Fotos und Videos haben will, sollte zur größeren Variante mit 64 Gigabyte greifen, muss dann aber auch 589 Euro bezahlen. Billig ist das SE also nicht. Aber noch nie bekam man so viel iPhone für das Geld.

 

Von Markus Werning

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