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Atomlasten: RWE kämpft notfalls allein

Essen Atomlasten: RWE kämpft notfalls allein

Der Energiekonzern lehnt die Milliardenkosten des Staatsfonds als überhöht ab.

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Keine guten Aussichten für RWE. Der Energiekonzern rechnet für das Gesamtjahr mit sinkenden Einnahmen.

Quelle: dpa

Essen. . Bei Deutschlands zweitgrößtem Energiekonzern RWE schmelzen trotz eines überraschend guten Starts in das Jahr 2016 die Gewinne weiter wie Butter in der Sonne. Für das Gesamtjahr soll der um Sondereffekte bereinigte Überschuss von 1,13 Milliarden auf 500 bis 700 Millionen Euro zurückgehen, prognostizierte der Konzern bei der Vorlage der Quartalszahlen. RWE droht eine deutliche Verschlechterung seiner Bonitätseinschätzung bei den Ratingagenturen. Die Börse feierte dennoch die guten Zahlen für das erste Quartal.

Die Milliardenlasten des geplanten Atom-Staatsfonds für die Zwischen- und Endlagerung lehnt RWE als überhöht ab. „Sie (die Vorschläge) sind überfordernd, sie verkennen die tatsächliche ökonomische Lage des Konzerns“, sagte RWE-Finanzchef Bernhard Günther in einer Telefonkonferenz. RWE werde sich gegen die Forderungen wehren, notfalls auch allein, falls die drei anderen Atomkonzerne zustimmten, sagte Günther.

Der Essener Konzern kalkuliert nach Worten des Finanzchefs vorläufig mit knapp unter fünf Milliarden Euro Rückstellungen plus etwa 1,7 Milliarden Euro an Risikozuschlag, die das Unternehmen in den Fonds einzahlen müsste. Dies sei nicht akzeptabel. RWE werde die Gespräche mit dem Bund darüber fortsetzen, sagte Günther.

Im ersten Quartal verbuchte der Energiekonzern dank eines starken Handelsgeschäfts zu Jahresbeginn einen überraschenden Gewinnanstieg. Das betriebliche Ergebnis legte verglichen mit dem Startquartal 2015 um 7,1 Prozent auf gut 1,7 Milliarden Euro zu.

Dennoch rechnet RWE für das Gesamtjahr mit sinkenden Einnahmen. Das erste Quartal sei in der Energiebranche traditionell stark, so dass sich die Ergebnisse nicht eins zu eins aufs Gesamtjahr hochrechnen lassen, sagte Günther. Weitere schmerzhafte Einbußen bringe der gesunkene Großhandelsstrompreis. Das betriebliche Ergebnis sank hier auch im sonst guten ersten Quartal um ein Fünftel.

Einen Rückschlag gab es auch bei den Schulden. Sie stiegen von Ende Dezember bis Ende März um 2,8 Milliarden auf 27,9 Milliarden Euro. Zu Jahresbeginn hatte sich der Verfall der Strompreise im Großhandel beschleunigt.

LN

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