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Auch Mitsubishi gibt Betrug zu

Tokio Auch Mitsubishi gibt Betrug zu

Konzern gesteht Manipulation bei Verbrauchswerten — VW-Zwischenbericht später.

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Mitsubishi-Chef Tetsuro Aikawa (r.) entschuldigt sich mit einer tiefen Verbeugung.

Quelle: Robichon/dpa

Tokio. . Mitten im Abgas-Skandal bei Volkswagen hat der japanische Autobauer Mitsubishi Manipulationen bei Verbrauchswerten eingestanden. Dabei geht es um Kleinstwagen, sagte Konzernchef Tetsuro Aikawa. Betroffen seien 625 000 Autos für den heimischen Markt. 468 000 davon wurden für den Konkurrenten Nissan Motor gebaut. Der Renault-Partner hatte die Manipulation entdeckt. Es ist nicht der erste Skandal bei Mitsubishi. Vor mehr als zehn Jahren hatte der Konzern gestanden, jahrzehntelang Defekte an Fahrzeugen systematisch vertuscht zu haben. Die Mitsubishi-Aktie brach gestern in Tokio um 15,2 Prozent ein.

Daten, die bei Verbrauchstests wie dem Widerstand der Reifen im rollenden Zustand verwendet werden, seien manipuliert worden, teilte Mitsubishi Motors mit. Betroffen sind sogenannte Kei-Car. So werden in Japan Kleinstwagen genannt, deren Motoren einen Hubraum von höchstens 660 Kubikzentimeter haben und die nicht breiter als 1,50 Meter sein dürfen. Diese Autos sind in Japan steuervergünstigt. Von Nissan vorgenommene Verbrauchstests seien von den Daten, die Mitsubishi Motors den Behörden vorgelegt habe, abgewichen, räumte Mitsubishi-Chef Aikawa vor der Presse ein. Die Diskrepanz habe wahrscheinlich etwa fünf bis zehn Prozent betragen. Betroffen sind vier Modelle. Die Produktion und der Verkauf der Autos sei gestoppt worden.

VW hat indessen offenbar ein erstes Zwischenziel erreicht. Wie die „Welt“ berichtet, hat sich der Konzern mit den US-Behörden auf eine außergerichtliche Lösung im Skandal um manipulierte Abgaswerte geeinigt. Die betroffenen Autobesitzer sollen eine Entschädigung von jeweils 5000 Dollar (rund 4400 Euro) erhalten, dazu trage der Konzern die Kosten für eine Umrüstung der Wagen.

LN

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