Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Norden Auch Mitsubishi gibt Betrug zu
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Auch Mitsubishi gibt Betrug zu
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:12 21.04.2016
Mitsubishi-Chef Tetsuro Aikawa (r.) entschuldigt sich mit einer tiefen Verbeugung. Quelle: Robichon/dpa
Anzeige
Tokio

. Mitten im Abgas-Skandal bei Volkswagen hat der japanische Autobauer Mitsubishi Manipulationen bei Verbrauchswerten eingestanden. Dabei geht es um Kleinstwagen, sagte Konzernchef Tetsuro Aikawa. Betroffen seien 625 000 Autos für den heimischen Markt. 468 000 davon wurden für den Konkurrenten Nissan Motor gebaut. Der Renault-Partner hatte die Manipulation entdeckt. Es ist nicht der erste Skandal bei Mitsubishi. Vor mehr als zehn Jahren hatte der Konzern gestanden, jahrzehntelang Defekte an Fahrzeugen systematisch vertuscht zu haben. Die Mitsubishi-Aktie brach gestern in Tokio um 15,2 Prozent ein.

Daten, die bei Verbrauchstests wie dem Widerstand der Reifen im rollenden Zustand verwendet werden, seien manipuliert worden, teilte Mitsubishi Motors mit. Betroffen sind sogenannte Kei-Car. So werden in Japan Kleinstwagen genannt, deren Motoren einen Hubraum von höchstens 660 Kubikzentimeter haben und die nicht breiter als 1,50 Meter sein dürfen. Diese Autos sind in Japan steuervergünstigt. Von Nissan vorgenommene Verbrauchstests seien von den Daten, die Mitsubishi Motors den Behörden vorgelegt habe, abgewichen, räumte Mitsubishi-Chef Aikawa vor der Presse ein. Die Diskrepanz habe wahrscheinlich etwa fünf bis zehn Prozent betragen. Betroffen sind vier Modelle. Die Produktion und der Verkauf der Autos sei gestoppt worden.

VW hat indessen offenbar ein erstes Zwischenziel erreicht. Wie die „Welt“ berichtet, hat sich der Konzern mit den US-Behörden auf eine außergerichtliche Lösung im Skandal um manipulierte Abgaswerte geeinigt. Die betroffenen Autobesitzer sollen eine Entschädigung von jeweils 5000 Dollar (rund 4400 Euro) erhalten, dazu trage der Konzern die Kosten für eine Umrüstung der Wagen.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Umweltschützer fordern mehr Kontrollen — Grenzwerte sollen weltweit sinken.

20.04.2016

. Acht Tage vor der letzten vereinbarten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst haben gestern rund 150 Beschäftigte in Eckernförde gestreikt.

20.04.2016

Grund waren Probleme mit den Lenkflugkörpern.

20.04.2016
Anzeige