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Wirtschaft im Norden Auf Nimmerwiedersehen, 2017!
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18:10 30.12.2017

Was für ein seltsames Jahr. Manche sagen, 2018 kann nur besser werden, auch finanziell. Die Sterne stünden günstig, so Meinungserfinder, denn wir leben in der besten aller Welten und der größten Finanzblase. Nie ging es uns so gut wie heute, was ja theoretisch stimmt, nur nicht in der Praxis. Doch wozu klagen, wenn der Dax jetzt 12,5 Prozent höher steht als vor einem Jahr? Auch Immobilien, Grund und Boden sind teurer geworden. 2018 steigen die Mieten. Leute mit Geld auf der Bank haben jetzt weniger Kaufkraft. Wie 2007, wenn nichts dazwischen kommt. Aber vielleicht kommt doch etwas dazwischen, was kein Experte sieht, selbst wenn es schon passiert? Dann hilft auch nicht die berühmte Armlänge Abstand.

Vor einem Jahr hieß es, der Dax würde auf 11629 Punkte steigen. Er stieg aber 1289 Punkte höher. Der Euro sollte bei 1,06 US-Dollar notieren und nicht bei knapp 1,20. Der Dow Jones stieg 23 Prozent höher als prognostiziert, vom Bitcoin ganz abgesehen. Börsenprognosen sind Unsinn. Einfach wegwerfen und den gesunden Menschenverstand benutzen. Aber was ist gesund in Zeiten einer Fast-Planwirtschaft, wo kaum etwas noch dem „Markt“ überlassen bleibt? Passen Sie 2018 gut auf sich auf! Vielleicht ist weniger mehr – und Geld nicht alles. Was halten Sie davon: Weniger irrelevante News, Talkshows, Internet und politisch korrektes Gequatsche – dafür mehr Zeit in sich selbst investieren. Wie wäre es mit einem Zweit-Buch oder einem handyfreien Tag pro Woche? Schaffen Sie das? Und was sagen Sie dazu: Selbst handeln, statt nur behandelt werden, selbst denken, statt Meinungen von der Stange zu kaufen – und das selbstbestimmt statt fremdgesteuert. Leider gilt auch 2018: Handeln hat Konsequenzen. Nicht zu handeln leider auch. Alles Gute für 2018!

LN

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