Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Norden Auffällig bunt durch den Herbst
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Auffällig bunt durch den Herbst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:29 30.09.2017
Hauptsache auffällig: Martin Haese (24) trägt eine silberne Bomberjacke, einen Rucksack in der gleichen Farbe sowie einen grauen Schal und Hut. „Accessoires sind bei Männern zurzeit angesagt“, berichtet Modeexpertin Ann-Kathrin Klindworth. Laura Haßler kombiniert bei ihrem Outfit zwei Herbst-Trendfarben für Frauen: eine grasgrüne Hose mit einem kurzen roten Pullover. Das sei im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, gibt die 19-Jährige zu. Aber es macht gute Laune – und erregt Aufsehen. Quelle: Fotos: Wolfgang Maxwitat
Lübeck

Auch Pailletten und Glitzer stünden hoch im Kurs. Die Zeit der Rosé- und Apricot-Töne, die noch bei der Sommerkleidung dominiert hätten, sei dagegen vorbei. Zum Glück, meint die Modeexpertin. „Die haben uns Norddeutschen ja nicht so gut gestanden.“

Grasgrüne Hosen neben knallroten Pullovern: Auf den Kleidertischen und in den Regalen bei Peek & Cloppenburg in Lübeck dominieren kräftige Farben. „Jetzt im Herbst muss es auffällig sein“, sagt Damen-Abteilungsleiterin Ann-Kathrin Klindworth. „Die Menschen haben Sehnsucht nach Farbe.“

Nachdem das warme Septemberwetter den Einzelhändlern im vergangenen Jahr den Start ins Herbstgeschäft vermasselt hat, zeigen sie sich jetzt zufrieden. „Die Menschen haben Lust darauf, sich für den Herbst einzukleiden und auch schon mal eine wärmere Jacke zu kaufen“, berichtet Melanie Lüthke, Teamleiterin bei Heick & Schmaltz in Lübeck. „Das war im vergangenen Jahr nicht so.“

Neben knalligen Farben liegen diesen Herbst den Modeexperten zufolge bei den Frauen Blumenmuster im Trend – vorrangig auf Oberteilen, aber in kleinerer Größe auch als Prints auf Jeans und Röcken.

„Neu ist, dass sie vor allem auf dunklen Grundtönen zu finden sind, entweder auf schwarzen oder khakifarbenen Teilen“, sagt Lüthke. Zudem werde alles ein bisschen verspielter. So seien beispielsweise viele Blusen mit Schößchen, Rüschen, weiten Trompeten- oder stark gebauschten Puffärmeln ausgestattet. „Mädchenhaftes ist angesagt“, berichtet Sara Jesper, Auszubildende bei Meißner Mode in Lübeck.

Passend zu den kälter werdenden Temperaturen seien zudem grobe Strickoberteile in Übergröße gefragt. „Hauptsache weit und schön gemütlich“, sagt Jesper und schlüpft in einen großen, olivfarbenen Parka mit Fellbesatz. Flauschige Kleidung mit einem „Kuschel-Faktor“ werde momentan sehr gerne gekauft, sagt auch Ann-Kathrin Klindworth.

Bequem müssten auch die Hosen sein – egal ob bei den Damen oder Herren. „Männer wollen nicht mehr die steifen, geraden Jeans, in denen man sich nicht bewegen kann“, erklärt ihre Kollegin Claudia Truberg. „Die Hosen müssen stretchig sein mit Elastananteil und sich angenehm tragen lassen.“ Deswegen lägen auch die sogenannten Chino-Hosen weiter im Trend. Bei den Farben dominierten neben dem klassischen Jeansblau diesen Herbst Olivtöne. Dazu würden meist weiße Sneakers getragen. Olivtöne seien auch bei Pullovern, Jacken und Mänteln angesagt, berichtet Truberg.

Bei den Oberteilen wollen auch die Männer diesen Herbst auffallen, berichtet Carola Jäck, Verkäuferin in der Herrenabteilung bei Peek & Cloppenburg. Ein Beispiel dafür seien silberne Bomber-Jacken.

Kombiniert werden diese Hingucker mit weiß-grauen Teilen – und dazu passender Kopfbedeckung. „Diesen Herbst wird Hut getragen“, sagt Jäck. Generell würden die Männer mehr Wert als sonst auf Accessoires legen, etwa silberne Rucksäcke oder dunkle Schals. Zudem würden die Männer versuchen, formelle Kleidung mit Lässigem zu kombinieren, ergänzt ihre Kollegin Ann-Kathrin Klindworth. „In dem Bereich kommt es zu einer Stil-Vermischung.“

Von Janina Dietrich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Rund 100 000 Kunden der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin bekommen für ihre gestrichenen Flüge erst einmal kein Geld zurück.

30.09.2017

Seit drei Tagen sind die von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) verordneten Angelverbote in Schutzzonen von Nord- und Ostsee, beispielsweise im Fehmarnbelt, in Kraft.

30.09.2017

Meyers Marktplatz: Der Blick auf die Börsenwoche.

30.09.2017