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Wirtschaft im Norden Aufgetrumpft
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18:14 19.11.2016

Die Hühner in den USA haben also den Fuchs zu ihrem Chef gewählt. Nicht nur an den Börsen geht es hoch her. Dabei ist der Dax nicht unbedingt der knusprigste Keks in der Dose, schon wegen der Versorger und Banken. Im Gegensatz zum Dow Jones hat er noch lange kein neues Allzeithoch erreicht. Der von den Experten ausgerufenen Trump-Rallye geht schon wieder die Puste aus. Die krawattierten Alleswisser warnten neulich noch vor diesem „Börsenschreck“. Je nach Börsenstand hängen sie ihre Meinung um wie Kleidung im Schaufester beziehungsweise die Fahne in einen anderen Wind. Fakt ist, niemand weiß, was Trump bedeutet. Könnte man mal bitte die Kirche im Dorf lassen? An den Taten wird man jemanden erkennen, nicht an seinen Worten, steht übrigens schon im Johannes-Evangelium.

Unsere Einheiz-Währung fällt wieder durch – trotz so viel Eurorettung binnen acht Tagen um mehr als fünf Prozent. Erreicht sie bald den Gleichstand zum Dollar? Dann fiele zumindest das lästige Umrechnen weg, auch wenn man sich eine Reise in die USA gar nicht mehr leisten kann. Aber wer will das heute noch? US-Notenbank-Chefin Janet Yellen hält an ihrem Kurs fest, die Zinsen zu erhöhen, auch wenn sie dabei manchen Eisberg übersieht. „Relativ bald“ soll es passieren.

Niemand weiß, was „relativ bald“ bedeutet, denn bekanntlich alles ist relativ wie das, was sie uns seit einem Jahr erzählt. Eine Zinsanhebung könnte eines ihrer letzten Geschenke werden, und ein kleiner Crash wie vor einem Jahr, als sie sich an einer Zinswende versuchte. Ihrer Meinung nach entwickelt sich ja derzeit die US-Wirtschaft wie angenommen. Ich weiß nicht, was sie damit meint oder auch, was sie sieht, vermute aber, eine Mischung aus Dallas, Denver-Clan und billiger Comedy.

LN

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