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Autobauer kaufen sich bei Fahrdiensten ein

Berlin Autobauer kaufen sich bei Fahrdiensten ein

Toyota und VW setzen auf Online-Anbieter.

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VW-Chef Matthias Müller steht bei einem Pressetermin zum Einstieg beim Online-Fahrdienst Gett in der Berliner Repräsentanz des Konzerns neben einem Porsche.

Quelle: V. Jutrczenka/dpa

Berlin. Zuletzt wirkte es so, als seien die großen Autokonzerne förmlich auf der Jagd nach Online-Fahrdiensten. An einem einzigen Tag im Abstand von nur wenigen Stunden kündigten die beiden weltgrößten Autobauer Toyota und Volkswagen den Einstieg beim führenden Fahrdienst-Vermittler Uber und beim Konkurrenten Gett an.

„Die Auto- industrie ist in einem dramatischen Transformations- prozess.“ Matthias Müller (VW)

Ist das schon eine Art Torschluss-Panik? So viele große Fahrdienste gibt es schließlich nicht. Kurz davor beteiligte sich der iPhone-Konzern Apple, dem hartnäckig Ambitionen im Autogeschäft nachgesagt werden, mit einer Milliarde Dollar an der chinesischen Taxi-App Didi Chuxing, die sich einen erbitterten Konkurrenzkampf mit Uber liefert. Und Anfang des Jahres steckte die Opel-Mutter General Motors (GM) 500 Millionen Dollar in den Uber-Konkurrenten Lyft.

Die Ansage: Sich an die Zukunft anpassen, in der nicht unbedingt immer mehr Autos gekauft werden, sondern gemietet oder häufiger nur für kurze Zeit genutzt und dann wieder weggeschickt – oder vielleicht sogar als Roboter- Taxis selbstständig durch die Straßen fahren. Darum sind die Fahrdienste bei den Autobauern als Partner auf einmal heiß begehrt. Es geht dabei auch darum, die Kunden genau kennenzulernen: Die Fahrdienste wissen, wer wann wohin unterwegs ist. Uber allerdings ist für einen großen Einstieg schlicht zu teuer geworden. In der jüngsten Finanzierungsrunde soll das wegen seiner aggressiven internationalen Expansion umstrittene Start-up aus San Francisco mit 60 Milliarden Dollar bewertet worden sein. Kein Wunder, dass Toyota dem Vernehmen nach nur eine kleine Beteiligung kaufte. VW setzt hingegen gleich 300 Millionen Dollar auf die Karte Gett.

Zugleich verschwimmen die Grenzen zwischen Autoindustrie und der Online-Branche. Uber testet Wagen mit hauseigener Technik für autonomes Fahren. Google arbeitet schon seit s ieben Jahren an Technologie für Roboterautos – und bringt sich testweise beim Schwergewicht Fiat Chrysler unter, die erste Partnerschaft dieser Art. Und Audi, Daimler und BMW kauften Nokia für 2,8 Milliarden Euro den digitalen Kartendienst Here ab.

Die Autobranche werde sich in den kommenden zehn Jahren stärker verändern als in den vergangenen 100 – dieser Satz war zuletzt immer wieder von Konzernlenkern zu hören. Nun sagt VW-Chef Matthias Müller am Rande der Vorstellung des Deals mit Gett, man müsse feststellen, „dass sich die Autoindustrie in einem dramatischen Transformationsprozess befindet“.

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