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Wirtschaft im Norden Bahn-Töchter sollen an die Börse
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Bahn-Töchter sollen an die Börse
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22:12 04.05.2016
Die Teilverkäufe sollen 4,5 Milliarden Euro einbringen. Quelle: dpa
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Berlin

Die Deutsche Bahn treibt ihre Pläne für den Teilverkauf ihrer beiden internationalen Töchter Arriva und Schenker voran. Der Aufsichtsrat des Staatskonzerns beauftragte gestern den Vorstand, „ein konkretes Umsetzungskonzept für eine Minderheitsbeteiligung Dritter“ zu erstellen. „Eine endgültige Entscheidung soll im Herbst dieses Jahres fallen“, teilte das Unternehmen nach einer Sondersitzung in Berlin mit.

Bahnchef Rüdiger Grube plant, die beiden Tochtergesellschaften in den Jahren 2017 bis 2019 an die Börse zu bringen und dabei jeweils bis zu 45 Prozent der Anteile zu platzieren. Der Begriff „Börsengang“ taucht jedoch in der Mitteilung zu den Ergebnissen der Aufsichtsratssitzung nicht auf. Grube wird darin lediglich mit den Worten zitiert, es sei ausdrücklicher Wille, „dass DB Arriva und DB Schenker auch in Zukunft in der DB-Bilanz voll konsolidiert werden“.

Zur Begründung des angestrebten Teilverkaufs stellte der Aufsichtsratsvorsitzende Utz-Hellmuth Felcht fest: „Wenn wir nicht gegensteuern, wird die Verschuldung des Konzerns bis zum Jahr 2020 deutlich steigen. Die Kapitalbeteiligung Dritter begrenzt die Verschuldung und schafft finanziellen Spielraum, um die Qualitäts- und Investitionsoffensive in Deutschland fortzuführen.“ Von 2016 bis 2020 entfielen von rund 55 Milliarden Euro Investitionen des Konzerns 50 Milliarden Euro und somit 90 Prozent auf die Eisenbahn in Deutschland, hieß es. Von den Gesamtinvestitionen müssten 20

Milliarden Euro aus eigener Kraft finanziert werden. Nach früheren Angaben aus Aufsichtsratskreisen erwartet die Bahn von den beiden Teilverkäufen insgesamt Einnahmen von 4,5 Milliarden Euro.

Der Aufsichtsrat beschloss zudem, die bisherige Holdingstruktur aufzulösen. Der Teilkonzern DB Mobility Logistics, der eigens für den 2008 gescheiterten Börsengang gegründet wurde, verschmilzt rückwirkend zum 1. Januar 2016 mit der Deutschen Bahn AG. Der Verkehrsexperte der SPD-Bundestagsfraktion, Sören Bartol, sagte zum geplanten Börsengang: „Ich rate dazu, die Diskussion nicht am Haushalts- und Verkehrsausschuss des Bundestags vorbei zu führen.“

LN

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