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Bahn investiert 210 Millionen Euro

Hamburg wirtschaft Bahn investiert 210 Millionen Euro

Das Streckennetz im Norden wird instand gesetzt. Fahrgäste müssen mit Behinderungen rechnen.

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Reichlich Arbeit für Bauarbeiter: Bis 2019 fließen 28 Milliarden Euro in die Modernisierung der Bahn-Infrastruktur.

Quelle: Hendrik Schmidt/dpa

Kiel/Hamburg Zugausfälle und Verspätungen: Bahnreisende in Schleswig-Holstein und Hamburg müssen sich erneut auf Behinderungen einstellen. Grund dafür sind umfangreiche Bauarbeiten am Streckennetz, an Brücken und Gebäuden, teilte Kundenmanagement- Leiter Michael Körber von der Deutschen Bahn (DB) gestern in Hamburg mit. Insgesamt 210 Millionen Euro werde die DB Netz in beiden Bundesländern in diesem Jahr investieren, „aber bauen geht nicht ohne Einschränkungen“, sagte Körber.

Durch eine „intelligente Bündelung“ der Arbeiten sowie eine Verlegung einiger Maßnahmen in die Nachtstunden will die Bahn die negativen Auswirkungen für ihre Kunden reduzieren. Insgesamt 240

Kilometer Gleis sollen in diesem Jahr erneuert oder abgeschliffen werden, knapp 60 Weichen werden ausgetauscht oder mit neuer Fehlermeldetechnik ausgerüstet. „Wir achten bei den Arbeiten auch auf Großereignisse wie die Kieler Woche vom 18. bis 26. Juni. In diesem Zeitraum werden wir in der Regel die Bauarbeiten einstellen", sagte Körber.

Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband Pro Bahn ist dennoch nicht zufrieden: „Es ist zwar gut, dass investiert wird, die Strategie nach vorne aber fehlt.“ Wichtig sei nun, dass die Bahn ihre Kunden rechtzeitig informiere und gute Ersatzlösungen anbiete. „Die Maßnahmen dürfen so wenig wie möglich den Komfort der Fahrgäste beeinträchtigen“, sagte Naumann. Kritisch sieht Pro Bahn weiterhin den fehlenden Ausbau der Strecke zwischen Niebüll bis hin zum Hindenburgdamm oder auch den Ausbau des Engpasses rund um den Bahnhof Elmshorn. Folgende Strecken sind unter anderem betroffen:

Kiel—Hamburg: 52 Kilometer Gleis werden 2016 erneuert. Nach der Umstellung auf eine zum Teil einspurige Gleisführung soll es während der Bauarbeiten zu Verzögerungen von einigen Minuten kommen. Am 27. Februar wird die Strecke zwischen Bordesholm und Neumünster von 23.50 Uhr bis 5.50 Uhr gesperrt, Gleise zwischen dem 4. und 16. Dezember erneuert. Zwischen Neumünster und Brokstedt soll es am 7. Mai von 23.50 Uhr bis 5.50 Uhr eine Totalsperrung geben. Zwischen Brokstedt und Wrist werden die Gleise vom 1. bis 21. Juni erneuert, die Fahrzeit verlängert sich um fünf Minuten.

Lübeck—Hamburg: Wegen der Erneuerung der Eisenbahnüberführung Berliner Tor in Hamburg sowie der Erneuerung des Bahnsteigs am Gleis 7 des Hamburger Hauptbahnhofes (25. Juli bis 4.

September) kommt es zu Verspätungen und Zugausfällen auf dieser Strecke. Die Sprinterzüge fahren gar nicht.

Hamburg—Westerland: Sylt-Reisende erwarten von Herbst an Verspätungen. Im November und Dezember will die Bahn zwischen Stedesand und Bredstedt (Nordfriesland) neue Gleise verlegen. Dann verlängert sich die Fahrzeit zwischen Hamburg und Westerland um 25 Minuten.

Bundesweit fließen bis 2019 insgesamt 28 Milliarden Euro aus der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und Bahn in die Modernisierung der Schieneninfrastruktur, der Bahnhöfe und Energieanlagen. In Schleswig-Holstein werden etwa 500 Millionen Euro verbaut, in Hamburg 600 Millionen Euro.

58 Prozent der Strecken eingleisig

1179 Kilometer umfasst das Streckennetz der Bahn in Schleswig-Holstein. Nach Auskunft der Nah.SH GmbH sind die Hauptstrecken in der Regel zweigleisig — insgesamt 505 Kilometer (42 Prozent). Die übrigen 58 Prozent sind eingleisig. Dabei handelt es sich zumeist um Nebenstrecken wie etwa die Verbindung Kiel—Lübeck—Büchen—Lauenburg oder die Strecke Bad Schwartau—Puttgarden. Dort gibt es neben den Kreuzungsmöglichkeiten an Bahnhöfen teils auch zweigleisige Abschnitte. Alle Strecken sind deutschlandweit mit dem Zugsicherungssystem PZB ausgestattet. Dabei kontrollieren Magnetsensoren im Gleisbett, ob ein Zug mit der richtigen Geschwindigkeit unterwegs ist. Steht etwa eines der Signale an der Bahnstrecke auf Rot, während der Zug vorbeifährt, bremst die Technik automatisch ab.

Jan V. Schmidt-Phiseldeck

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