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Wirtschaft im Norden Bahn investiert 550 Millionen Euro
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Bahn investiert 550 Millionen Euro
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20:10 07.11.2015
Einmal quer durch die Deutsche Bahn AG: Vorstandsvorsitzender Rüdiger Grube ließ Zahlen sprechen. Quelle: Olaf Malzahn
Lübeck

Die Deutsche Bahn AG (DB) will in den kommenden fünf Jahren 550 Millionen Euro in die Schieneninfrastruktur im Norden investieren. „Schleswig-Holstein ist ein wichtiges Bundesland für uns“, betonte Vorstandsvorsitzender Rüdiger Grube Freitagabend vor der Kaufmannschaft zu Lübeck. Im Schabbelhaus sprach der 64-jährige Hamburger eine Stunde lang über Herausforderungen und Perspektiven des Unternehmens.

Im nördlichsten Bundesland sollen in den kommenden Jahren gleich drei große Projekte realisiert werden. Als erstes nannte er die Schienenanbindung an den geplanten Belttunnel von Puttgarden ins dänische Rødby. „Ich bin zuversichtlich, dass wir die Strecke bis 2024 zweigleisig ausbauen und dann bis 2028 auch elektrifizieren werden“, sagte Grube. Für die Überfahrt über den Fehmarnsund soll eine neue Brücke gebaut werden: „Da sind Investitionen in Höhe von 800 Millionen Euro geplant“, so der Bahnchef, der die Zusammenarbeit mit Ministerpräsident Torsten Albig und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (beide SPD) lobte. „Da kann ich mich bei der Politik bedanken. Da haben wir richtig gemeinsame Sache gemacht.“

Als weitere Ziele nannte Grube den Bau der S4, der S-Bahn-Trasse zwischen Hamburg und Bad Oldesloe, bis 2024 sowie die Elektrifizierung der Strecke LübeckBad Kleinen bis 2020. „Wir versuchen, das jetzt in den Bundesverkehrswegeplan zu bekommen“, erklärte er.

In Schleswig-Holstein beschäftigt die DB 3200 Mitarbeiter, pro Jahr werden knapp 70 Millionen Gäste im Nah- und Fernverkehr sowie mit Bussen befördert. Das Schienennetz ist 1121 Kilometern lang und umfasst 137 Bahnhöfe. Bundesweit sind es 5700 Bahnhöfe, von denen pro Jahr 100 restauriert werden.

Grube erklärte, dass die Bahn Umweltvorreiter Nummer 1 werden wolle. So seien beispielsweise die 19 000 Lokführer des Konzerns im energiesparenden Fahren ausgebildet worden. Dadurch konnten allein im Personenverkehr seit 2002 rund 270 Gigawattstunden Strom und 8,8 Millionen Liter Diesel eingespart werden. Auch die Digitalisierung habe einen hohen Stellenwert. „Das ist ein extrem wichtiges Thema für uns“, so Grube. Der DB Navigator gehöre inzwischen zu den beliebtesten Reise-Apps in Deutschland. Derzeit arbeite die Bahn an mehr als 150 Projekten mit dem Ziel, das Angebot attraktiver zu machen. jup

LN

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