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Wirtschaft im Norden Basta statt Pasta!
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18:19 08.07.2017

Man sollte eben nicht alles sagen, was man weiß, aber wissen, was man sagt. Das Staunen bleibt kostenlos. So meinte ein wichtiger Weltverbesserer, wer was Ordentliches gelernt hat, brauche keine drei Minijobs. Das klingt so, als ob jemand Kuchen kaufen sollte, wenn es nicht für teure Brötchen reicht. Und Altersarmut ist ohnehin eine Verschwörungstheorie, denn wo füttern im Park die Enten schon die Rentner? Na, sehen Sie! Wenn man die Probleme einfach ignoriert, sind sie auch nicht da. Oder wie sagte neulich der deutsche Finanzminister? Die Entwicklung im italienischen Bankensystem geht in die richtige Richtung. Indem ein Staat den verbliebenen Steuerzahlern viele Milliarden klaut, um in sie dann in diese tiefen Fässer ohne Böden zu versenken. Da bleibt eben nichts übrig. Basta!

Unterdessen ist der Aufschwung über sich selbst gestolpert und der Dax gleich hinterher. Dennoch geht es uns so gut wie noch nie, sagen führende Meinung-Experten in den Quasselshows. Zahlen und Fakten sind heute ohnehin reine Auslegungssache. Es kommt nicht darauf an, ob etwas stimmt, sondern ob es geglaubt wird. Glücklicherweise haben wir nicht nur eine immer größere Vertiefung der europäischen Schuldenunion, sondern auch mehr Überwachungsgesetze. Nichts bleibt dem Zufall überlassen, schon gar keine ungefilterte Meinung. Laut offizieller Meinung leben wir in der besten aller Welten, in der uns nur die paar Billionen an Schulden erdrücken, weshalb ja die Zinsen jetzt so tief stehen. Apropos, am Anleihemarkt gab es einen „Panikmoment“, als die Rendite für zehnjähriger Schuldtitel über 0,5 (!) Prozent anstieg. Von blankem Entsetzen war die Rede, was mich an meine erste Fahrstunde erinnerte, als ich in den zweiten Gang hochschaltete und die Tachonadel plötzlich mehr als 15 km/h anzeigte.

LN

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