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Wirtschaft im Norden Bau der Stromtrasse Nordlink startet
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20:28 16.09.2016
Verbunden: Auke Lont (l.) vom norwegischen Statnett und Mel Kroon von Tennet. Quelle: C. Charisius/dpa
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Nortorf

. Mit einem ersten Spatenstich haben Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck (Grüne) und die norwegische Botschafterin Elisabeth Walaas gestern in Nortorf bei Neumünster den Bau des Seekabel-Projekts Nordlink gestartet.

Die zwei Milliarden Euro teure Stromleitung soll den Austausch erneuerbarer Energien zwischen Deutschland und Norwegen ermöglichen. Das mehr als 620 Kilometer lange „grüne Kabel“ ist nach Angaben des Kieler Umweltministeriums die erste direkte Stromverbindung zwischen den beiden Ländern.

Die Fertigstellung ist für das Jahr 2020 geplant. „Mit der Energiebrücke nach Norwegen wird die Energiewende international“, sagte Habeck. Und: „Nordlink ist ein Zukunftsbaustein der Energiewende.“ Das „grüne Kabel“ schaffe eine Verbindung zu den Kapazitäten der Wasserkraftwerke in Norwegen und könne Engpässen im deutschen Übertragungsnetz entgegenwirken. „Nordlink bringt die Realisierung der Energiewende und die Integration der erneuerbaren Energie auf eine ganz neue Ebene“, sagte Norwegens Botschafterin Elisabeth Walaas.

Die Nordlink ist als Hochspannungs-Gleichstromübertragung konzipiert und hat eine Kapazität von 1400 Megawatt. Nordlink besteht aus einem 516 Kilometer langen Seekabel, das in einer Meerestiefe von bis zu 410 Metern durch deutsche, dänische und norwegische Hoheitsgewässer verlegt wird. Dazu kommen auf deutscher Seite 54 Kilometer Landkabel zwischen Nortorf und Büsum (Kreis Dithmarschen) sowie 53 Kilometer Freileitung auf norwegischer Seite vom Vollesfjord bis Tonstad. An den Endpunkten wird der Gleichstrom in speziellen Konverterstationen zurück in Wechselstrom gewandelt, um über ein Umspannwerk in das nationale Stromnetz eingespeist zu werden.

Die Nordlink-Kabel haben einen Durchmesser von bis zu 13 Zentimetern und wiegen bis zu 50 Kilogramm pro Meter. Die Leitung kann mehr als 3,6 Millionen Haushalte in Deutschland mit erneuerbarer Energie versorgen. Gleichzeitig trägt sie den Angaben zufolge zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und der Netzstabilität bei und soll Engpässen im deutschen im deutschen Stromnetz entgegenwirken.

Für die Bauarbeiten werden insgesamt rund drei Jahre veranschlagt. Die Leitung soll Ende 2019 in einen Probebetrieb genommen werden.

LN

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