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Wirtschaft im Norden Baubeginn für XXL-Kreuzfahrer
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11:47 09.03.2018
Historischer Moment: Mecklenburg-Vorpommerns Alt-Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD), Genting-Geschäftsführer Tan Sri Lim Kok Thay und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD, v. l.). Quelle: Foto: Jens Büttner/dpa
Wismar

Wismar. Es war ein großer Moment in der Schiffbau-Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns: Mit dem traditionellen Brennbeginn startete bei den MV Werften in Wismar der Bau eines riesigen Kreuzfahrtschiffs der Global Klasse. Die Werften hatten dazu extra Alt-Ministerpräsident Erwin Sellering sowie seine Nachfolgerin Manuela Schwesig (beide SPD) eingeladen. Zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden und Werft-Besitzer Genting Hong Kong, Tan Sri Lim Kok Thay, setzten sie per Knopfdruck die Brennmaschine zum ersten Stahlschnitt in Betrieb.

Sellering hatte während seiner Amtszeit stets zu den Werften im Land gehalten.

Ende 2020 soll das 342 Meter lange und 46 Meter breite Schiff mit seinen 20 Decks die Wismarer Werft verlassen. Der rund eine Milliarde Euro teure Ozeanriese ist damit nach Angaben der Werft das größte Kreuzfahrtschiff, das je in Deutschland gebaut wurde. Der Bau wird parallel auf den Werften in Wismar und Rostock erfolgen, die Endmontage sei in Wismar vorgesehen, hieß es.

Ein zweites Schiff der Global Klasse soll ab 2019 gebaut und Ende 2021 abgegeben werden. Die Schiffe sind speziell für den boomenden asiatischen Kreuzfahrtmarkt konzipiert. Bei Doppelbelegung der 2500 Kabinen bietet es für mehr als 5000 Passagiere Platz. Die Schiffe sind aber eigens für asiatische Familien ausgerichtet, die Kabinen auch für bis zu vier Personen geeignet. Somit fänden etwa während der stark nachgefragten Hochsaison in Asien bis zu 9500 Passagiere Platz.

Genting hat die damaligen Nordic-Werften vor zwei Jahren übernommen und seither mehr als 200 Millionen Euro investiert. Gestern war das dritte von vier Flusskreuzfahrtschiffen an die Gesellschaft Crystal River Cruises abgeliefert worden. Werftenvorstand Jarmo Laakso sagte: „Ich bekunde die Hoffnung, dass mit diesem Baubeginn heute die letzten Zweifel betreffend unserer Zukunft verschwinden werden.“ Der Bau des Schiffes werde eine Meisterleistung zwischen den beiden Standorten Wismar und Rostock sein, sagte er. „Wir werden all unser Können einsetzen, um ,Schiffbau made in MV’ weltweit als Qualitätsgaranten bekannt zu machen.“

LN

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