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Bauern-Funktionäre unter Druck

München Bauern-Funktionäre unter Druck

Erschütternde Bilder aus Ställen – Betroffene bestreiten Vorwürfe.

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Schweine und Ferkel sollen von Landwirtschafts-Funktionären schlecht behandelt worden sein.

Quelle: LN

München. Kranke, verletzte und tote Schweine, Puten mit offenen Wunden: Die Tierschutzorganisation Animal Rights Watch (Ariwa) wirft führenden Funktionären deutscher Landwirtschaftsverbände vor, gegen Tierhaltungsvorschriften verstoßen zu haben. Wie das NDR-Magazin „Panorama“ und die „Süddeutsche Zeitung“ berichteten, zeigten heimliche Filmaufnahmen von Ariwa aus den Ställen „zahlreiche Mängel“ und „eindeutige Gesetzesverstöße“ gegen den Tierschutz. Zu sehen sind den Berichten zufolge etwa blutende Schweine, die brutale Tötung von Ferkeln sowie verdreckte Puten, die sich gegenseitig schwere Wunden zufügen. Die Bilder sollen aus den Ställen prominenter Funktionäre von Landwirtschafts- und Tierhalterverbänden stammen. Laut „SZ“ gaben zwei von ihnen Probleme zu. Ein weiterer lasse die Vorwürfe prüfen, ein vierter lasse sie von seinem Anwalt zurückweisen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) kritisierte die Verwendung von Videomaterial aus Stalleinbrüchen als „nicht akzeptabel“. Erkrankte Tiere seien „nachweislich ordnungsgemäß behandelt und tiermedizinisch versorgt“ worden, erklärte der DBV. Soweit Praktiken „zurecht beanstandet wurden“, seien sie „bereits vor längerer Zeit abgestellt“ worden. Es werde das Bild einer Landwirtschaft gezeigt, „die wir so nicht wollen“, erklärte die Tierschutzbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Christina JantzHerrmann. Der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Friedrich Ostendorff, griff auch Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) an: „Von ihm und vom Bauernverband können wir nichts erwarten, was das kalkulierte Tierleid für billige Ramschschnitzel stoppen könnte.“

LN

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