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„Benzin“ aus der Steckdose

Berlin „Benzin“ aus der Steckdose

Berlin fördert Bau von Ladesäulen für Elektromobile im Westen Schlesig-Holsteins.

Berlin. Der Bund wird drei Projekte zum Aufbau von Ladesäulen für Elektromobile im Norden fördern, erfuhren die LN vorab. Danach kann man sich auf einen Fördergeld-Regen in Elmshorn bei Teppich Kibek, in der Gemeinde Albersdorf im Dithmarschen sowie bei der Bökel Mühle Hotel und Gaststättenbetrieb GmbH freuen. Die Förderbescheide sollen in den nächsten Tagen verschickt werden. Bundesweit werden 26 Förderbescheide für E-Ladesäulen vergeben. Das Ministerium von Alexander Dobrindt (CSU) überweist dafür insgesamt 550 000 Euro.

Noch nichts von der positiven Entscheidung aus Berlin wusste man gestern Nachmittag bei Teppich Kibek. Umso größer ist die Vorfreude. „Wir finden Elektromobilität superspannend und wollen unseren Kunden ermöglichen, an der künftigen Ladesäule im Fachmarktcenter an der A 23 Strom zu tanken“, sagte der kaufmännische Leiter des Unternehmens, Olaf Holst, den LN. Auch sonst ist man bei Kibek und den anderen Partnern des Centers der Elektromobilität gegenüber sehr aufgeschlossen. Vor zwei Wochen etwa fand hier ein sogenannter „Stecker- Tag“ statt, bei dem interessierten Kunden neue E-Mobile präsentiert wurden. Manch ein Autofahrer, der sich mit dem Gedanken trägt, auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen, quält die Frage, ob er dann auch den passenden Stecker für die Ladesäule hat.

Auch viele andere Fragen können die E-Mobil-Experten beantworten.

Rainer Erich, Inhaber von Hotel und Gaststätte Bökel Mühle, etwa 35 Kilometer nördlich von Hamburg, sieht seinen 1880 gegründeten Familienbetrieb ebenfalls in einer Vorreiterrolle. In seinem Unternehmen wurde 1982 die elektronische Datenverarbeitung eingeführt. Heute ist schnelles Internet ein Muss für das Hotel, das häufig für Schulungen und Seminare gebucht wird. Als weiterer innovativer Service soll den Gästen bald eine Ladesäule offeriert werden, an dem sie ihre batteriegetriebenen Fahrzeuge „betanken“ können, mit „Treibstoff aus der Steckdose“.

An der Quelle der Windenergie sitzt der Bürgermeister von Albersdorf, Heribert Heinecke. Mit der Energiewende geht man ein Zukunftsthema konkret an. Es gibt in Deutschland wohl keinen Landkreis, der eine ähnliche Dichte an Windkraftanlagen zu verzeichnen hat wie Dithmarschen.

Das Berliner Ministerium kündigte an, es gebe eine zweite Antragsrunde für den Aufbau von Ladesäulen noch in diesem Jahr. Dann können private Investoren, Städte und Gemeinden Förderanträge stellen.

R. Zweigler

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