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Bestellerprinzip: Makler vermieten weniger Wohnungen

Lübeck Bestellerprinzip: Makler vermieten weniger Wohnungen

Seit diesem Sommer gilt bei Vermietungen das sogenannte Bestellerprinzip — ein Gesetz, das bestimmt, dass derjenige, der einen Makler einschaltet, ihn auch bezahlen soll. Ein halbes Jahr später zeigt sich, dass viele Haus- oder Wohnungseigentümer deswegen immer häufiger auf einen Vermittler verzichten.

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Courtage für Wohnungssuchende war gestern: Seit der Einführung des Bestellerprinzips wird die Provision für Mieter erst fällig, wenn sie den Makler mit einer konkreten Suche beauftragen. Ansonsten zahlt der Vermieter.

Quelle: dpa

Lübeck. Viele Makler kümmern sich jetzt nur noch um Kauf oder Verkauf. Auch die Lübecker Maklerbörse — ein Zusammenschluss von zwölf selbstständigen Maklern — bekommt die Auswirkungen bereits zu spüren. „In der Summe haben auch wir jetzt weniger mit Vermietungen zu tun“, sagt Wolf-Christian Wittke, Vorstandsmitglied der Maklerbörse. Er nennt das Gesetz „eine Mogelpackung und handwerklich ganz, ganz schlecht gemacht“. Das Prinzip „Wer bestellt, soll bezahlen“sei im Grundsatz keine verkehrte Idee, aber das Gesetz bewirke etwas ganz anderes. „Es führt zu einer kompletten Verunsicherung bei Vermietern und auch bei manchen Maklern“, sagt Wittke. Die Folge sei, dass viele Vermieter nun selbstständig Mietverträge abschließen, deren Inhalte aber im Vergleich viel unspezifischer seien als wenn sie von Maklern aufgesetzt werden.

In Lübeck sei die Situation noch nicht brisant, hier gebe es im Vergleich zu Hamburg oder München noch einen „relativ entspannten“ Wohnungsmarkt. „Wir haben hier keine Besichtigungen, bei denen 50 Interessenten im Treppenhaus stehen und warten“, sagt Wittke.

In einer Umfrage für das Internetportal Immobilienscout24 berichten 84 Prozent der in der Vermietung tätigen Makler von deutlichen Einbrüchen. „Es gibt einen klaren Wechsel weg von Vermietungen zum Verkauf“, sagt Andreas Besenböck vom Maklerverband IVD Deutschland. Der Verband hat beobachtet, dass viele Makler ihr Angebot verändert haben. Und dass sie oft weniger Geld verlangen können. In ländlichen Regionen zahlten Eigentümer weiter zwei bis drei Monatsmieten an den Vermittler. In Großstädten aber werde teilweise auch nur eine Monatsmiete oder eine Pauschalsumme für die Vermittlung vereinbart, so der IVD.

Heidrun Clausen vom Mieterbund Schleswig-Holstein hält die Idee des „Bestellerprinzips“ für gut, allerdings komme es gar nicht zum Tragen, da es keinen großen Vermietungsmarkt mehr gebe.

Mietwohnungen, die über Makler vermittelt werden, gebe es allenfalls noch im Hochpreis-Segment. „Da sehe ich kaum noch Spielraum für Makler“, so Clausen. Haus & Grund hat „erstaunlich wenig Rückmeldungen“ seiner Mitglieder zum neuen Gesetz, sagt der Landesvorsitzende Alexander Blazek. In Hamburg sei das eher ein Problem als in Schleswig-Holstein. Hier würden sich häufig schon jetzt Mieter und Vermieter die Provision teilen.

cri

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