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Branche jubelt: Deutsche naschen immer mehr

Köln Branche jubelt: Deutsche naschen immer mehr

Weingummi, Schoki, Chips: Mehr als 32 Kilo Knabberzeug und Süßwaren nahm jeder Bundesbürger 2015 zu sich - dabei ist Milchschokolade ist der absolute Favorit.

Zunehmend gefragt sind allerdings auch Fruchtgummi und salzige Snacks.

Quelle: fotolia

Köln. Schokolade steht ganz oben auf den Einkaufslisten, wenn es um Süßwaren und Knabberartikel geht. Zunehmend gefragt sind allerdings auch Fruchtgummi und salzige Snacks. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 32,48 Kilogramm nahm der Verzehr an Knabberartikeln und Süßwaren im vergangenen Jahr weiter zu, berichtete der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) gestern im Vorfeld der Internationalen Süßwarenmesse ISM in Köln. Dafür griffen die Verbraucher auch tiefer in die Tasche: Die jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben stiegen um 3,2 Prozent auf durchschnittlich 109,16 Euro — auch weil Schokolade und Co. wegen höherer Preise für Nüsse und Kakao teurer wurden.

Zu den Neuheiten bei der Süßwarenmesse (31. Januar bis 3. Februar) zählen in diesem Jahr etwa Bio-Erdnüsse mit einem Überzug aus essbarem Gold oder Silber oder Lakritz mit Rhabarber. „Um den Kunden bei Kauflaune zu halten, sind immer wieder innovative Produkte erforderlich“, erklärt Ludwig Veltmann, Sprecher des Süßwarenhandels.

Knapp zehn Kilogramm Schokolade, mehr als sieben Kilogramm an Kuchen und Gebäck, fast sechs Kilogramm Zuckerwaren wie Bonbons sowie jeweils rund vier Kilogramm Speiseeis und Knabberartikel verzehrten nach den Zahlen der Branche im vergangenen Jahr die Verbraucher. Zu den Gewinnern in der Kundengunst gehörten dabei vor allem salzige Snacks und Fruchtgummi. Während Fruchtgummi früher insbesondere bei Kindern beliebt gewesen sei, seien Gummibärchen und Co. nun auch zunehmend bei Erwachsenen gefragt, berichtet der Chef des Herstellers Katjes, Bastian Fassin.

Unangefochtener Favorit in der Käufergunst ist in Deutschland jedoch die Schokolade. Dabei ist Milchschokolade mit einem Anteil von 81,9 Prozent nach den Ergebnissen einer Studie des Süßwarenverbands Sweets Global Network am beliebtesten beim deutschen Verbraucher. Während dunkle Schokolade in Deutschland mit einem Anteil von 13,2 Prozent abgeschlagen auf dem zweiten Rang landete, griffen französische Schokoladenfans am liebsten zur bitteren Variante.

In diesem Jahr hoffen die Hersteller durch große Sportereignisse wie die Olympischen Sommerspiele oder die Fußball-Europameisterschaft auf gute Geschäfte vor allem bei Knabberartikeln für Fernsehzuschauer auf dem heimischen Sofa. Im Trend seien Frucht- und Gemüsesnacks ebenso wie fleischhaltige Knabbereien. Aktueller Favorit in der Verbrauchergunst seien jedoch immer noch Chips.

Die deutsche Süßwarenindustrie steigerte ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf rund 12,58 Milliarden Euro. Die Produktion erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 3,99 Millionen Tonnen. Etwa die Hälfte ging in den Export.

Was hilft gegen die Chips-Sucht?
Die Chipstüte nach dem ersten Zugreifen nicht mehr weglegen zu können, ist ein Problem, das vielen vertraut ist. Einen Trick, um die Gier auf Chips zu beenden, gebe es leider nicht, sagt Gabriele Graf von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Hilfreich sei aber eine kleine Portion Chips in eine Schale zu füllen und die Tüte direkt wegzupacken. „Diese Portion sollte man sich dann gönnen und genießen.“



In Sachen Suchtfaktor unterscheiden sich Chips laut Graf gar nicht von anderem Naschzeug. „Das sind einfach Produkte, die einem geschmacklich und auch von ihrer Konsistenz her ein gutes Gefühl vermitteln.“

Uta Knapp

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