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Brexit bleibt Risiko für die Konjunktur

Brexit bleibt Risiko für die Konjunktur

Europäische Zentralbank ist notfalls zum Handeln bereit – Genaue Auswirkungen sind noch unklar.

Frankfurt am Main Europas Währungshüter bleiben nach dem Brexit-Votum im Krisenmodus. Sollte es notwendig sein, werde die Europäische Zentralbank (EZB) handeln und alle Instrumente nutzen, die ihr zur Verfügung stehen, sagte EZB-Präsident Mario Draghi in Frankfurt. Das Nein der Briten zur EU sorge für konjunkturellen Gegenwind im Währungsraum. Es sei jedoch „zu früh, die mittelfristigen Auswirkungen des Brexit zu beurteilen“. Ökonomen erwarten, dass die Notenbank ihre ultralockere Geldpolitik bei der nächsten Sitzung am 8. September weiter lockern könnte. Draghi wies darauf hin, dass dann auch die neuesten Prognosen zur Inflations- und Konjunkturentwicklung im Euroraum vorliegen.

Zunächst hielten die Währungshüter ihr Pulver trocken. Der EZB-Rat beließ den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent. Der Strafzins, den Banken und Sparkassen zahlen müssen, wenn sie Geld bei der EZB parken, liegt weiterhin bei 0,4 Prozent.

Am 23. Juni hatten sich die Briten mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass ihr Land die Europäische Union verlässt. Das genaue Prozedere ist noch offen. Die Unsicherheit an den Märkten nach dem Referendum hielt sich nach Draghis Einschätzung in Grenzen – auch dank entschlossener Signale der Zentralbanken: „Die Finanzmärkte und der Bankensektor haben ziemlich robust reagiert.“

Erst im März hatte die EZB ihren Kurs gegen Mini-Inflation und Konjunkturschwäche drastisch verschärft. Erstmals wurde der Zins, zu dem Banken frisches Zentralbankgeld bekommen, auf Null gesenkt. In Staatsanleihen und andere Wertpapiere steckt die EZB noch mehr Geld: 80 Milliarden Euro monatlich. Seit Juni kauft die Notenbank auch Unternehmensanleihen. Das milliardenschwere Kaufprogramm soll bis mindestens März 2017 laufen und notfalls darüber hinaus aufrechterhalten bleiben, bekräftigte Draghi. Die Notenbank stimmte erneut darauf ein, dass die Zinsen im Euroraum für einen längeren Zeitraum extrem niedrig bleiben werden.

Die Geldflut soll die Kreditvergabe ankurbeln und Wachstum und Inflation anschieben. Dauerhaft niedrige oder gar sinkende Preise gelten als Konjunkturrisiko. Darum strebt die EZB mittelfristig eine Teuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an – weit entfernt von der Nullmarke. Im Juni lag die Inflation im Euroraum bei 0,1 Prozent. Nach Einschätzung der EZB wird die Inflation auch in den kommenden Monaten sehr niedrig bleiben. Der geringe Preisanstieg ist zum großen Teil auf drastisch gesunkene Ölpreise zurückzuführen. Seit dem Brexit-Votum schwanken die Ölpreise.

LN

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