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Wirtschaft im Norden Bruchlandung auf Twitter: Ryanair-Chef erntet Zorn
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Bruchlandung auf Twitter: Ryanair-Chef erntet Zorn
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22:27 23.10.2013
Dublin

Direkter Draht zum Firmenchef: Ryanair-Chef Michael O‘Leary hat Twitter für sich entdeckt und lud zur Fragestunde in das Netzwerk ein. Doch statt auf die Nutzer einzugehen, gab er über eine Stunde lang vor allem seinen schrägen Humor zum Besten. „Habt ihr schon mal überlegt den Frachtraum mit Sitzen auszustatten? Ist doch sonst Platzverschwendung“, kommentierte ein Nutzer die Sparstrategie von Ryanair. O‘Learys Antwort: „Nein, wir bauen Betten ein! Wer hatte schon mal Sex in der Luft?“

Ob O‘Leary vorher keine Einführung in die Twitter- Benutzung bekommen hatte? Anfangs vergaß er immer wieder das Hashtag „#GrillMOL“ (also „grille Michael O‘Leary“), das die Kommunikation erleichtert hätte. Darauf hingewiesen erwiderte O‘Leary: „Ich bin froh, dass ich überhaupt daran gedacht habe, hier aufzutauchen.“

Am meisten Kritik erntete er aber für seine Kommentare zu den Profilbildern weiblicher Nutzer. In Richtung einer jungen Frau blaffte er „Nettes Foto. Phwoaarr!“. Der Post wurde gelöscht — aber erst, nachdem etliche ihn weitergeleitet hatten. „Das reicht, meine monatlichen Flüge nach Dublin werde ich nie wieder bei Ryanair buchen“ war nur eine Reaktion. Zu O‘Learys Verteidigung lässt sich anbringen, dass auch viele der Fragen nicht ernst gemeint waren („Stimmt es, dass bei jedem vierten Ryanair-Flug Kobold-Urin als Treibstoff benutzt wird?“). Am Ende gab es so etwas wie eine Entschuldigung: „Okay Leute, das waren 78 Minuten mit meiner Verrücktheit. Hat mir Spaß gemacht. Ich hoffe, ich habe nicht gelangweilt oder jemanden beleidigt.“

kha

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