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Brückeneinsturz: Suche nach Verschütteten mit Ultraschall

Werneck Brückeneinsturz: Suche nach Verschütteten mit Ultraschall

Bislang ein Todesopfer bei Unglück von Werneck – Bergungsarbeiten dauern bis in die Nacht – Ursache für das Geschehen bislang völlig unklar.

Werneck. Ein Strang von Metallstäben läuft von dem Brückenpfeiler 20 Meter in die Tiefe – hinab zu den Trümmern der Fahrbahn, die auf dem Boden liegen. An dieser Stelle neben der A7 in Unterfranken ist gestern ein Bauarbeiter ums Leben gekommen – weil ein Teil einer neu gebauten Autobahnbrücke einstürzte. 15 Menschen wurden verletzt, davon sechs schwer.

Aus dem Betonpfeiler gegenüber ragen Metallstreben wie aus einer Pusteblume heraus. Dazwischen ein Trümmerfeld von Schutt, verbogenen Absperrungen und Gerüststäben – „wie wenn ein Gebäude gesprengt worden wäre“, sagt ein Augenzeuge.

Die Talbrücke Schraudenbach nahe Werneck (Landkreis Schweinfurt) wird seit 2015 neu gebaut, danach soll die alte Brücke abgerissen werden. Kurz nach 16 Uhr stürzt ein frisch betoniertes, 40 Meter langes Bauteil der neuen Brücke zwischen zwei Pfeilern in die Tiefe. Zu dieser Zeit arbeiten rund 20 Menschen auf der Baustelle. Viele von ihnen werden verschüttet, als die Betonmassen zusammenbrechen. Niemand wollte am Mittwoch spekulieren, wie es zu dem Unglück kommen konnte.

Am Abend beginnen die Einsatzkräfte mit der Ultraschall-Ortung vermisster Personen in dem Haufen aus Geröll, Schutt und Stahl, da nicht ausgeschlossen ist, dass sich Autos, Radfahrer oder Fußgänger auf der Landstraße unter der Brücke befunden hatten. Zwei Kräne schwenken über dem Trümmerfeld. Per Lautsprecher sagt ein Mann durch: „Achtung, Achtung! Absolute Ruhe an der Einsatzstelle!“

Einsatzkräfte wühlen sich durch den Schutt, auch Hunde sind im Einsatz.

Der bayerische Innen-Staatssekretär Gerhard Eck, selbst gelernter Maurer und Leiter eines eigenen Bauplanungsbüros, sagt: „Ich hab' sowas noch nie gesehen, ein richtiges Trümmerfeld, wie wenn in einem Gebäude die Bomben einschlagen.“ Konsequenzen für andere Baustellen habe das Unglück nicht. Man dürfe jetzt „keine Unsicherheit verbreiten“, sagt Eck. Es müsse sorgsam aufgearbeitet werden, was genau passiert ist. „Wenn's denn dann Fehler waren, menschliche Fehler, technische Fehler, dann muss das einfach bis ins feinste Detail geklärt sein.“ Danach könne über weitere Konsequenzen gesprochen werden.

LN

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