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Wirtschaft im Norden Bund fördert maritime Forschung
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22:14 08.06.2016
Johanna Wanka (CDU)
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Berlin

„Das Meer beginnt hier“ – so lautet der Titel einer Wanderausstellung, die Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) jetzt in ihrem Amtssitz, direkt neben der Spree, zum Wissenschaftsjahr 2016/17 eröffnet hat. Die Zukunft der Meere steht in den kommenden Jahren im Fokus der Forschung. Der knallgelbe Unterwasserroboter „Kiel“, der in bis zu 6000 Meter Tiefe abtauchen kann und ansonsten Manganknollenvorkommen im Pazifik untersucht, zieht die Blicke auf sich. Auch ein prächtiger Mondfisch, den es aus der Nordsee bis zur Insel Rügen getrieben hatte, wo er Fischern ins Netz ging, ist zu bewundern. „Früher entdeckte man neue Länder über die Meere. Heute müssen wir die Meere noch weiter entdecken: Erst wenn wir den Meersraum richtig verstanden haben, können wir ihn nachhaltig nutzen und besser schützen“, sagte Wanka.

In der deutschen Meeresforschung, gebündelt im Regierungsprogramm MARE:N, werden Themen zum Klimawandel, zur Überfischung, Übersäuerung, zum Artenschutz sowie zur Vermüllung der Ozeane bearbeitet.

Allein das Berliner Forschungsministerium wird in den nächsten zehn Jahren 450 Millionen Euro für die Förderung neuer Forschungsprojekte bereit stellen. Zusammen mit der Förderung von Forschungszentren, die vor allem in Norddeutschland angesiedelt sind, sowie der Erneuerung der deutschen Forschungsflotte werden in diesem Zeitraum sogar vier Milliarden Euro für die Zukunft der Meere investiert, meinte Wanka zufrieden.

Professor Ulrich Bathmann, Chef des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung in Rostock-Warnemünde und Vorsitzender des Kuratoriums Deutsche Meeresforschung (KDM), verwies auf den Dreiklang von Entdecken, Nutzen und Schützen. Die deutsche Forschung zu Meeren, Polar- und Küstengebieten genieße weltweit einen guten Ruf. Doch Meeresforschung sei „nicht zum Nulltarif“ zu haben. Die jetzt zugesagten Fördermittel seien eine gute Basis für weitere exzellente Forschungsarbeiten, etwa an einem Thema der Zukunft wie dem Tiefseebergbau. Professorin Antje Boetius, renommierte Geomikrobiologin an der Universität Bremen und gerade zurück von einer Reise des Forschungsschiffes „Sonne“, verwies in diesem Zusammenhang auf vielversprechende Forschungsarbeiten im Pazifik.

Bathmann wiederum konnte die zuletzt aufgekommene Aufregung um sauerstofffreie „Todeszonen“ in der tieferen Ostsee beruhigen. Durch günstige Wetterlagen – zehn Tage Ost- und dann zehn Tage Westwind – soll zuletzt viel sauerstoffhaltiges Nordseewasser in die Tiefen der Ostsee eingedrungen sein.

R.Zweigler

LN

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