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Wirtschaft im Norden China-Gipfel in Hamburg eröffnet
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden China-Gipfel in Hamburg eröffnet
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21:14 23.11.2016

. Es ist das wichtigste Treffen von Vertretern der europäischen und der chinesischen Wirtschaft, und es ist hochrangig besetzt. Zum siebten Mal hat die Handelskammer Hamburg zur Konferenz „China meets Europe“ geladen, und zum Auftakt gestern wurde ein Mann in jeder der Reden herausgehoben: Der vor einem Jahr gestorbene Helmut Schmidt, mehrmaliger Teilnehmer und Ehrenpräsident der Vorläuferveranstaltungen. So würdigte zum Beispiel Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz den Ex-Bundeskanzler Schmidt als einen der ersten, der schon in den 70er Jahren erkannt habe, welche wirtschaftliche Rolle China einmal spielen würde. Damit hatte Scholz die Tonlage vorgegeben. Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder, Nachfolger Schmidts als Ehrenpräsident der Konferenz, sprach sich für vertiefte Beziehungen zwischen Deutschland und China aus und setzte sich vom SPD-Vorsitzenden und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel ab. „Wir sollten keine defensive Haltung einnehmen zu chinesischen Investments in Deutschland“, sagte Schröder. Gabriel hatte bei einer China-Reise vor einigen Tagen vor allem den unzureichenden Zugang zum chinesischen Markt für europäische Unternehmen kritisiert. Die Gabriel-Kritik wurde in Hamburg nicht aufgegriffen.

Auch die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten und seine angekündigte Aufkündigung des transpazifischen Freihandelsabkommens TPP war den meisten Rednern keine Erwähnung wert. Es blieb dem ehemaligen australischen Premierminister Kevin Rudd vorbehalten, die außen- und wirtschaftspolitischen Vorstellungen Trumps zu benennen. Er wolle das nicht im einzelnen bewerten, sagte Rudd. „Aber das ist kein kleines Ereignis, sondern ein fundamentaler Wandel.“

Die Redner hoben derweil die engen Verflechtungen zwischen China und Europa hervor. „Chinas Probleme sind unsere Probleme und umgekehrt“, sagte der Präses der Handelskammer Hamburg, Fritz Horst Melsheimer. Ähnlich Schröder: „Kein Land kann die künftigen Herausforderungen allein bewältigen.“ Nötig seien ein intensiverer technologischer Austausch und eine engere Zusammenarbeit bei  Bildung und Forschung.

LN

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