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Wirtschaft im Norden Continental setzt auf den Rohstoff Löwenzahn
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Continental setzt auf den Rohstoff Löwenzahn
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20:34 13.11.2017
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Anklam

Naturkautschuk wird für die Reifenherstellung benötigt. In Anklam soll künftig erforscht werden, wie dieser Naturkautschuk aus dem russischen Löwenzahn gewonnen werden kann. Gestern startete das Unternehmen den Bau der Forschungsanlage „Taraxagum Lab Anklam“. In der mit Extraktionsanlagen und Analyselabors ausgestatteten Forschungsstätte soll ab Herbst 2018 das bislang im kleinen Labormaßstab erprobte Verfahren weiterentwickelt werden, sagte Continental-Manager Andreas Topp. Der Reifenhersteller investiert 35 Millionen Euro in den Standort mit künftig 20 Arbeitsplätzen, davon kommen 11,6 Millionen Euro vom Land Mecklenburg-Vorpommern.

Die Anbaufläche von aktuell 15 Hektar rund um die Peenestadt soll in den kommenden Jahren auf bis zu 800 Hektar ausgeweitet und der Ertrag der Pflanze durch Züchtungen verbessert werden.

Ziel ist laut Topp eine Serienproduktion von Naturkautschuk aus heimischen Rohstoffen. Für den Einsatz des Löwenzahn-Kautschuks bei der Reifenherstellung müsse der Ertrag auf eine Tonne je Hektar gesteigert werden. Gewonnen wird der für den Naturkautschuk notwendige Latexsaft aus der Wurzel des Löwenzahns (lat. taraxacum). Über Züchtungen soll die Wurzelstärke der Pflanzen von Fingerdicke auf Möhrengröße gesteigert werden. Sollte dies gelingen, will Continental zehn Prozent seines Kautschuks aus heimischem Löwenzahn gewinnen.

LN

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