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Coop-Übernahme: Edeka geht gegen Rewe-Pläne vor

Bonn/Hamburg Coop-Übernahme: Edeka geht gegen Rewe-Pläne vor

Das Kartellamt hatte grünes Licht gegeben – Aber jetzt mischt sich wie beim Streit um Kaiser’s Tengelmann der Branchenprimus ein.

Bonn/Hamburg. Noch steht eine Einigung im Streit um Kaiser's Tengelmann aus, da bahnt sich zwischen den beiden größten deutschen Supermarktketten Edeka und Rewe schon der nächste Konflikt an. Edeka hat Beschwerde gegen die Entscheidung des Bundeskartellamts eingelegt, dem Rivalen die Übernahme von 200 Supermärkten der Handelskette Coop zu erlauben. Ein Sprecher des Oberlandesgerichts Düsseldorf bestätigte den Eingang der Klage. Nach Einschätzung von Edeka habe das Bundeskartellamt bei der Genehmigung nicht durchgehend die gleichen Maßstäbe angelegt wie im Fall Kaiser's Tengelmann, hieß es zur Begründung. Zwar hatten Rewe und Coop im Zuge des Genehmigungsverfahrens insgesamt elf Filialen an die unabhängige, mittelständische Bartels-Langness-Gruppe verkauft.

Doch reichen diese Einschnitte Edeka offenbar nicht.

Das Bundeskartellamt wollte den Schritt von Edeka nicht kommentieren. Ein Rewe-Sprecher betonte, die Beschwerde sei nach Auffassung des Unternehmens „ebenso rechtlich unbegründet wie aussichtslos“.

Coop betreibt in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Hamburg 200 Filialen unter der Marke Sky und erzielte damit 2015 einen Umsatz von gut 1,2 Milliarden Euro. Rewe ist mit mehr als 6000 Filialen Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler – nach Edeka.

Kartellamtspräsident Andreas Mundt hatte bei der Bekanntgabe der Genehmigung betont, bei der Bewertung der Übernahme von Coop durch Rewe seien inhaltlich die gleichen Prüfungen durchgeführt worden wie bei der geplanten Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka.

Im Ringen um die angeschlagene Supermarktkette mit 15000 Beschäftigten sind die Konkurrenten Rewe und Edeka gestern einen wichtigen Schritt weiter gekommen. Die beiden Konzerne haben sich über die Aufteilung der Filialen von Kaiser's Tengelmann in Berlin geeinigt. Das sagte ein Rewe-Sprecher gestern in Köln. Abgeschlossen sind die Verhandlungen damit aber noch nicht. Nach wie vor offen sei der Kaufpreis. Und auch Details des Kaufvertrages müssten noch ausgehandelt werden, hieß es.

Die Beschwerde von Edeka im Fall Coop könnte nach Einschätzung der „Lebensmittel Zeitung“ auch ein Druckmittel in den laufenden Verhandlungen zur Aufteilung von Kaiser's Tengelmann sein.

LN

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