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Wirtschaft im Norden Countdown zum neuen HD-Fernsehen mit Antenne
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20:14 21.01.2017
Auf das grüne Logo kommt es an: Radio- und Fernsehtechnikermeister Henning Jansen mit einer Set-Top-Box für DVB-T2. Quelle: Foto: Ulf-Kersten Neelsen
Lübeck

Nur noch wenige Wochen: Am 29. März startet die Umstellung auf das neue Antennenfernsehen (DVB-T2 HD). Fernsehzuschauer, die ihre Lieblingssendung nicht über Kabel oder Satellit, sondern per Antenne empfangen, müssen ihr Fernsehgerät mit einem kompatiblen Receiver nachrüsten – sonst bleibt der Bildschirm dunkel. Denn das Antennenfernsehen DVB-T wird bundesweit nach und nach abgeschaltet. „Betroffen sind alle Haushalte, die bisher nicht nur öffentlich-rechtliche, sondern auch Privatsender über Antenne empfangen“, sagt Veit Olischläger vom Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland. Zudem sind auch wenige Haushalte betroffen, die nur öffentlich-rechtliche Sender über DVB-T empfangen.

Ende März wird auf DVB-T2 umgestellt – Betroffene brauchen neue Geräte.

Schon seit einigen Wochen weisen die Sender mit Hinweisen am Bildschirmrand auf die Umstellung hin. Die Antennen-Nutzer, die von der Umstellung betroffen sind, sollten sich schon jetzt mit der neuen Technik vertraut machen, empfiehlt Henning Jansen (51), Obermeister der Informationstechniker-Innung Lübeck und Ostholstein.

„Es betrifft zwar nur 15 Prozent der Haushalte, aber wenn die Ende März zur gleichen Zeit auf den Fachhandel zustürmen, kann es durchaus zu Wartezeiten kommen.“ Besonders ältere Menschen würden bisher das alte DVB-T-Signal nutzen. „Für sie ist es wichtig, ausreichend Vorlaufzeit einzuplanen, um sich mit den neuen Geräten zurechtzufinden“, sagt Jansen. Wichtig sei es auch, seinen Fernseher zu prüfen. In neueren Geräten sei der DVB-T2-Receiver oftmals schon integriert.

Doch welchen Einfluss hat die neue Technik auf das Fernsehbild? Der Standard DVB-T2 HD macht erstmalig den Empfang öffentlich-rechtlicher und privater Sender in besonders hoher Auflösung (High Definition, HD) über Antennenempfang möglich. Im Klartext: Die Bildqualität soll erheblich besser werden. Und auch die Auswahl der zu empfangenden Sender wird größer: Zu den bisher 27 öffentlich-rechtlichen und Privatsendern kommen von Ende März an um die 13 hinzu: Darunter auch Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) und Südwest bei den öffentlich-rechtlichen Anbietern. Auch die Zahl der Privatsender wird größer – neu sind dann beispielsweise Sat 1 Gold, Eurosport 1 und RTL Nitro.

Allerdings müssen DVB-T2 -Nutzer für die Privatprogramme zahlen: „Die ersten drei Monate nach der Umstellung sind die Programme kostenfrei, dann kostet die Nutzung 69 Euro im Jahr“, erklärt Jansen. „Die öffentlich-rechtlichen Sender erhalten keine zusätzliche Zahlschranke.“

Doch Vorsicht: Verbraucher, die aufgrund der Zusatzkosten auf Kabel- oder Satellitenfernsehen umsteigen möchten, sollten vorher die Preise vergleichen, warnt die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. „Es haben sich bereits Betroffene gemeldet, denen mit Hinweisen auf die DVB-T-Abschaltung teure Kabelverträge angeboten worden sind“, sagt Sprecherin Vivien Rehder. Manche dieser Verträge sind aber zum Nachteil der Kunden. „Während ein Kabelanschluss rund 15 bis 20 Euro pro Monat kostet, zahlt man bei DVB-T2 lediglich für die Privatsender rund fünf Euro im Monat.“

Die wichtigsten Fragen im Überblick

Wer ist von der Umstellung Ende März betroffen?

Die meisten Haushalte, die ihr Fernsehprogramm über Antenne empfangen. Im Zweifel können bisherige DVB-T-Nutzer im Internet unter www.dvbt2hd.de/empfangscheck überprüfen, ob sie betroffen sind.

Welche Vorteile bringt DVB-T2 HD?

Das Fernsehbild wird in deutlich höherer Auflösung gesendet.

Welche Geräte brauchen Kunden, um DVB-T2 HD zu empfangen?

Es werden entweder Fernseher oder Receiver (Set-Top-Box) gebraucht, die DVB-T2 kompatibel sind. Das grüne DVB-T2-Logo (unten) sollte auf dem Verpackungskarton abgebildet sein. Im Zweifel sollten Kunden im Fachhandel nachfragen.

Ab wann sind die Privatsender über DVB-T2 HD kostenpflichtig und wie kann man sie freischalten?

Die Privatsender werden über das DVB-T2 HD ab Ende Juni 2017 kostenpflichtig. Den Gutschein mit dem Freischaltungs-Code gibt es im Fachhandel.

Katrin Diederichs

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