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Wirtschaft im Norden Crashmonat (noch) ohne Crash
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18:10 07.10.2017

Wer stur behauptet, die Börsen könnten auch mal fallen, der macht sich angesichts der längsten Börsenparty aller Zeiten ziemlich lächerlich. Selbst Crash-Propheten kommen derzeit vor Daueroptimismus kaum in den Schlaf. Wäre es dennoch verwunderlich, wenn gerade jetzt das alte und auch klügere Geld seine Papiere dem jüngeren und dümmeren Geld verkauft? Was noch fehlt, wären Tipps für Kevin und Chantal in einer großen Zeitung, wie sie schnell noch zu den „Volksmillionen“ kommen könnten. Dennoch ist erstaunlich, dass der Dax zwar 50 Prozent über seinem alten Hoch notiert, die Hälfte seiner Aktien aber weit unten ihren alten Höchstständen. Das liegt daran, dass der Performance-Dax im Mittelpunkt steht, wo die Dividenden nicht herausgerechnet werden – im Gegensatz zum Kurs-Dax. Geschenkt! So fühlt es sich höher und besser an.

Nüchtern betrachtet, fehlt dem Kurs-Dax noch etwas für einen echten neuen Höchststand. Das aber macht ihn ja angeblich so alternativlos billig, sagen ganz schlaue Leute. Egal, man soll die Börsenfeste feiern, wie die fallen, Pardon, steigen. Gesunder Menschenverstand ist derzeit untauglich, denn was könnte die Börsen stören? Nichts!

Ob Zinswende, Katalonien, Jamaika, Nordkorea, Trump oder Brexit – möglicher Ärger ist in den Kursen schon drin. Eigentlich kann es nur noch besser werden, obwohl der US-Aktienmarkt noch nie so teuer war und der Optimismus der Investoren selten größer. Vielleicht steht dennoch ein rosa Elefant im Porzellanladen, den man durch eine rosa Brille nur schwer erkennt. Doch wir leben in Zeiten, in denen das alte „Verrückt“ das neue „Normal“ ist und wo Markteingriffe für Preise wie im Sozialismus sorgen – künstlich aufgeblasen wie politisch korrekte Meinungen für die Öffentlichkeit.

LN

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