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DVB-T2: Private kosten 69 Euro

Lübeck/Köln DVB-T2: Private kosten 69 Euro

Ab Mitte 2017 wird im digitalen Antennenfernsehen eine Jahresgebühr fällig. Wer sie nicht bezahlt, kann unter Umständen auch 28 Spiele der Fußball-Nationalmannschaft auf RTL nicht sehen.

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Lübeck/Köln. Das neue digitale Antennenfernsehen DVB-T2 ist bereits seit Ende Mai in der Region Lübeck zu empfangen. Bisher in einer ersten Stufe mit sechs Sendern – neben ARD und ZDF sind dies auch RTL, Sat.1, Pro 7 und Vox. Zunächst sind die privaten Sender verschlüsselt, aber umsonst zu empfangen. Jetzt steht fest, was die Nutzung der privaten Programme bei DVB-T2 künftig kosten wird. Ab dem 1. Juli 2017 bietet der Service Freenet TV alle Privatsender in HD-Qualität für 69 Euro pro Jahr, teilte der Betreiber Media Broadcast in Köln mit. Freenet TV sei dann mit einer Reichweite von über 80 Prozent der Haushalte bundesweit verfügbar.

Der Privatsender RTL überträgt von 2018 bis 2022 insgesamt 28 Spiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Im Rundfunkstaatsvertrag ist geregelt, dass „Ereignisse von erheblicher gesellschaftlicher Bedeutung“ wie Olympische Spiele oder Fußball-Nationalspiele in frei empfangbaren und allgemein zugänglichen Sendern gezeigt werden müssen. Wird diese Regelung künftig unterlaufen, wenn für den RTL-Empfang extra bezahlt werden muss?

Experten sehen das – noch – nicht so. Der Veranstalter müsse ermöglichen, Ereignisse wie ein Spiel der Nationalelf in einem Programm zu senden, das in mehr als zwei Dritteln der Haushalte tatsächlich kostenlos empfangbar ist, sagt Elisa Wrobel von der Medienanstalt Hamburg-Schleswig-Holstein. „Dies ist auch nach der vollständigen Umstellung auf DVB-T2 HD der Fall. Die Programme der großen privaten Senderfamilien – insbesondere RTL und Sat.1 – sind im Kabel und via Satellit in SD-Qualität kostenfrei empfangbar“, erklärt sie.

Aktuell nutzten 9,7 Prozent der Zuschauer das bisherige DVB-T, dagegen über 90 Prozent der deutschen Haushalte die unverschlüsselten Signale der Privaten über Kabel (46,1 Prozent) oder Satellit (46,5 Prozent). Fraglich sei aber, ob in einigen Jahren die privaten Sender auch beim Kabel und Satellit nur noch gegen ein Extra-Entgelt empfangbar sein werden. „Dies ist durch eine Entscheidung des Kartellamtes bis 2022 ausgeschlossen. Danach könnte diese Thematik relevant werden“, sagt Elisa Wrobel.

Die Kieler Landesregierung sieht keine Probleme. „Auch im Kabelfernsehen sind die Free-Programme seit jeher frei empfangbare Programme im Sinne der Schutzliste, obwohl der Endnutzer an Vodafone Kabel Deutschland für die technische Zulieferung schon immer eine Kabelgebühr entrichtet“, erklärte ein Sprecher auf LN-Anfrage.

 Christian Risch

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