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Datenschutz: Firmen droht Strafe

Lübeck Datenschutz: Firmen droht Strafe

Wie gehen Firmen mit Kundendaten um? Die neue Datenschutz-Grundverordnung, die am 25. Mai in Kraft tritt, regelt das bald EU-weit. Ein Drittel der Unternehmen aber ist darauf nicht vorbereitet.

Lübeck. Wie gehen Firmen mit Kundendaten um? Die neue Datenschutz-Grundverordnung, die am 25. Mai in Kraft tritt, regelt das bald EU-weit. Ein Drittel der Unternehmen aber ist darauf nicht vorbereitet. Denjenigen, die sich nicht an die neuen Bestimmungen halten, drohen drakonische Strafen.

„Mit der neuen Verordnung gilt eine besondere Dokumentationspflicht“, erklärt Joseph Scharfenberger, Rechtsexperte der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lübeck. „Die Firmen müssen nachweisen können, welche Kundendaten verarbeitet wurden, wie sie in den Systemen hin und her fließen und welche Schutzmechanismen eingeführt wurden.“

Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz in Kiel kontrolliert, ob die Bestimmungen eingehalten werden. Falls nicht, könnten bis zu 20 Millionen Euro Bußgeld fällig sein. Bisher war der Höchstbetrag 300000 Euro – in der Praxis lief es meist auf 5000 bis 10000 Euro hinaus. Eine anlassunabhängige Kontrolle sei jedoch wohl auch künftig nur in Ausnahmefällen zu erwarten, glaubt Scharfenberger.

Viele der größeren Firmen im Land sind längst aktiv geworden. Den neuen Bestimmungen gerecht zu werden sei „eine Herausforderung“, erklärt Sebastian Schulze, Geschäftsführer der Unternehmervereinigung UV Nord. Auch finanziell: Meist sei neue Technik erforderlich. Und Knowhow – Mitarbeiter müssen eigens fortgebildet werden.

So auch beim Theater Lübeck. „Wir bereiten uns seit einem halben Jahr vor“, sagt Christian Schwandt, geschäftsführender Direktor des Hauses. Besonders betroffen seien die Bereiche Kasse, Lohnbuchhaltung und Werbung. „Die Mitarbeiter haben Schulungen gemacht. Viele Sachen sind sehr aufwendig.“ Es gebe Regelungsbedarf, was die Daten von Abokunden angehe, auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen müssten überarbeitet werden.

Dass mit dem Stichtag 25. Mai der große Hammer niedersausen wird, glaubt kaum jemand. Konzerne wie Google und Facebook, die in großem Stil mit Daten umgehen, wird die Neuerung eher betreffen als kleine Firmen. Diese allerdings sind mit dem Aufwand bislang auch häufig überfordert.

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