Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Norden Dax schließt auf 16-Monatstief
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Dax schließt auf 16-Monatstief
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:19 11.02.2016
Die Stimmung an der Frankfurter Börse blieb auch gestern hochgradig angespannt. Quelle: Daniel Roland/afp

Die Flucht aus Aktien in vermeintlich sichere Häfen wie Gold oder deutsche Staatsanleihen hat sich gestern fortgesetzt. Der Dax schloss auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2014. Die Börsenerholung zur Wochenmitte war damit nur ein kurzes Zwischenspiel. Nachdem der Leitindex im Tagesverlauf sogar bis auf rund 8699 Punkte abgerutscht war, ging er schließlich mit einem Abschlag von 2,93 Prozent bei 8752,87 Punkten aus dem Handel. Mittlerweile hat das wichtigste deutsche Börsenbarometer seit Jahresbeginn 18,5 Prozent an Wert verloren.

Die Euro-Finanzminister haben derweil Gelassenheit demonstriert. „Ich denke, dass wir strukturell in der Eurozone in einer deutlich besseren Situation als noch vor einigen Jahren sind“, sagte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem bei einem Treffen der Finanzminister des gemeinsamen Währungsraums. Die Lage an den Aktienmärkten bleibt hochgradig angespannt. Vor allem die Bankaktien verlieren weiter kräftig. Die Sorge vor einer Abschwächung der Weltwirtschaft scheint übermächtig.

„Die Börsen sind weltweit im ersten Bärenmarkt seit der Finanzkrise 2007/08“, sagte Daniel Saurenz von Feingold Research. Unter einem Bärenmarkt verstehen Börsianer einen Markt mit anhaltend sinkenden Kursen — im Gegensatz zum sogenannten Bullen-Markt. Die Enttäuschung über die Rede der US-Notenbank-Chefin Janet Yellen, gepaart mit den Sorgen um die Weltwirtschaft, machten aktuell laut Analyst Mike van Dulken von Accendo Markets die Erholung vom Vortag wieder zunichte. Dabei geriet erneut die Bankenbranche unter Beschuss, denn wegen der Wirtschaftsschwäche wird eine Welle an Kreditausfällen befürchtet. Die Aktien der Deutschen Bank verloren deutlich.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Projekt soll billiger werden — Bedenken in Dänemark verflogen.

11.02.2016

Die Arbeit geht weiter — das Geld für die Beschäftigten ist drei Monate sicher — aber die Gläubiger bangen um ihr Geld.

12.02.2016

Richter lehnt den Insolvenzantrag in Eigenverwaltung des Wismarer Brennstoff-Herstellers ab / Löhne und Gehälter der 650 Mitarbeiter sollen bis April gesichert sein.

11.02.2016
Anzeige