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Der „Geier“ greift nach SLM Solutions

Lübeck Der „Geier“ greift nach SLM Solutions

Sein Streit mit Argentinien brachte Hedgefonds-Mogul Paul Singer seinen Spitznamen ein – Nun will er in Lübeck Kasse machen.

Sein Streit mit Argentinien brachte Hedgefonds-Mogul Paul Singer seinen Spitznamen ein.

Quelle: LN-Archiv

Lübeck. Erst drei Wochen ist es her, dass GE Aviation, ein Tochterunternehmen des US-Konzerns General Electric (GE), die Übernahme des Lübecker 3-D-Druck-Spezialisten ankündigte, verbunden mit der Zusicherung, am Management festzuhalten und den Standort Lübeck auszubauen. Nun taucht ein unerwartetes Hindernis auf. Die SLM- Führung muss sich auf heftigen Druck eines Großaktionärs einstellen. US-Finanzinvestor Paul Singer (72), der seit Anfang September Aktien in großem Stil gekauft hat und aktuell gut 16 Prozent besitzt, kündigte gestern tiefgreifende Pläne für das Unternehmen an, wie aus Mitteilungen für die Börse hervorgeht.

„Die Investition dient vorrangig der Umsetzung strategischer Ziele, wobei der Verkauf der Aktien nicht ausgeschlossen ist.“  Aus der Stimmrechtsmitteilung von Elliott International Capital Advisors

Singer, Milliardär und Hedgefondsmanager aus New York, wurde durch aggressives Vorgehen gegen Argentinien und andere überschuldete Staaten berüchtigt. Kritiker bezeichneten ihn damals bereits als „Geier“. Gerne bringt er sich bei Unternehmen ein, die vor der Übernahme stehen. Auch in Deutschland hat Singer schon mitgemischt, unter anderem bei der Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone.

Bei SLM will Singer das Management austauschen und die Kapitalstruktur wesentlich ändern – vor allem mit Blick auf die Dividendenpolitik und das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung. Seine Investition bei SLM diene „vorrangig der Umsetzung strategischer Ziele“ und er beabsichtige, in den kommenden Monaten weitere Anteile zu erwerben, erklärt der Gründer des Hedgefonds Elliott Management. Er schließe aber auch nicht aus, seine SLM-Aktien am Ende zu verkaufen.

Man habe diese Mitteilungen zur Kenntnis genommen, sagt SLM-Finanzvorstand Uwe Bögershausen. „Solche Mitteilungen sind verpflichtend für alle, die mehr als 10 Prozent der Anteile eines börsennotierten Unternehmens erworben haben.“ Es handele sich um Absichtserklärungen, die rechtlich nicht verbindlich seien und sich jederzeit ändern könnten. „Ich gehe derzeit davon aus, dass das Interesse von Herrn Singer vorrangig finanzieller Natur ist“, sagt Bögershausen. „Wir werden in den kommenden Tagen eine detaillierte schriftliche Stellungnahme zum Angebot von GE abgeben. Wir haben bereits erklärt, dass wir das Angebot von GE grundsätzlich unterstützen.“ Der US-Konzern GE will mindestens 75 Prozent erwerben und bietet den Aktionären 38 Euro in bar pro Aktie an.

Nun funkt Paul Singer dazwischen. Laut „manager magazin“ steigt der US-Investor oft bei Übernahmeobjekten ein, um den Preis nach oben zu treiben oder den Verkauf zu torpedieren – häufig mit Erfolg.

Gestern Abend notierte die SLM-Aktie bei 42,69 Euro.

Beim schwedischen 3D-Druckerhersteller Arcam, den GE ebenfalls kaufen will, verfolgt Singer einen ähnlichen Plan. Dort hat er offenbar 6,6 Prozent der Anteile eingekauft.

 cri

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