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Der Norden will vom Silicon Valley lernen

Kiel Der Norden will vom Silicon Valley lernen

Schleswig-Holstein könnte schon bald einen exklusiven Zugang zum Silicon Valley haben, dem bedeutendsten Wirtschaftsstandort der westlichen Welt. Regierung, Hochschulen und Wirtschaft drängen auf die Partnerschaft mit der Region San Francisco.

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Das Silicon-Valley.

Kiel. Zwei Monate nachdem die Oberbürgermeister von Kiel und San Francisco eine Absichtserklärung zur engen Zusammenarbeit beider Küstenstädte unterzeichnet hatten, gründete sich jetzt in der Landeshauptstadt der Verein „The Bay Areas“. Ziel ist es, die Region San Francisco inklusive Silicon Valley mit Kiel und Schleswig-Holstein zu verbinden.

Unter den 24 Gründungsmitgliedern sind unter anderem das Land Schleswig-Holstein, die Universität und die Fachhochschule Kiel sowie die Industrie- und Handelskammern Kiel und Flensburg. Bereits im Dezember 2015 hatte sich auf amerikanischer Seite eine Organisation mit vergleichbaren Zielen gegründet. Auch der Bürgermeister San Franciscos, Edwin M. Lee, bekundete bereits im September offiziell sein Interesse an einer Städtepartnerschaft mit Kiel. Die kalifornische Stadt zählt 800000 Einwohner und pflegt 17 Partnerschaften mit Städten wie Zürich, Paris, Sydney und Shanghai. Eine deutsche Stadt ist bisher nicht darunter. Zum Stadtgebiet San Franciscos gehört das benachbarte Silicon Valley mit zahlreichen bedeutenden Konzernen wie Apple, Google, Facebook und Ebay zwar nicht.

Es zählt aber geografisch zum südlichen Teil der San Francisco Bay Area und zur Metropolregion.

Im September hatte eine schleswig-holsteinische Delegation die Region besucht. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer hatte eine Gegeneinladung nach Kiel ohne konkreten Termin ausgesprochen. Nun ist die Kieler Ratsversammlung am Zug und muss der Städtepartnerschaft zustimmen. Einen konkreten Fahrplan gibt es laut Kämpfer nicht. Er wünsche sich allerdings, die Stadt möge dem Verein ebenfalls beitreten.

Durch die Vereinsgründung wollen die Mitglieder den politischen Prozess unterstützen: „Für uns steht die Entwicklung neuer Kontakte und Partnerschaften in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Sport im Vordergrund – und der gegenseitige Austausch von Wissen“, sagte der Vereinsvorsitzende Axel Schulz.

 Karen Schwenke

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